SpOn 22.11.2025
18:02 Uhr

Aussprache zwischen Friedrich Merz und Luiz Lula da Silva: »Nächstes Mal gehen wir zusammen tanzen«


Vor knapp zwei Wochen sorgte er für einen Eklat, nun bemüht sich Friedrich Merz um Wiedergutmachung. Am Rand des G20-Gipfels traf er erneut auf den brasilianischen Präsidenten Lula – und bekam offenbar Ausgehtipps.

Aussprache zwischen Friedrich Merz und Luiz Lula da Silva: »Nächstes Mal gehen wir zusammen tanzen«

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach der Empörung in Brasilien über seine Äußerung zur Amazonas-Metropole Belém mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva getroffen. Im Umfeld des Kanzlers bemühte man sich am Sonntag, das Treffen als Versöhnung zu deuten.

»Sie haben sich verbal 40 Minuten lang umarmt«, hieß es aus dem Kanzlerumfeld. Lula habe dem Kanzler Tipps für Restaurantbesuche für seinen nächsten Besuch in Belém gegeben und ihm auch Tänze genannt, die er ausprobieren könne. Der Kanzler soll daraufhin gesagt haben: »Super, nächstes Mal gehen wir zusammen tanzen.«

Auch auf der Plattform X bemühte Merz sich diesmal um einen betont freundlichen Ton, eine Entschuldigung vermied er aber. Das nächste Mal werde er Belém mehr erkunden, schrieb der Kanzler. »Ich freue mich darauf, unsere Partnerschaft und Freundschaft weiter zu vertiefen.« Lula äußerte sich bisher nicht zu der Aussprache, auf X postete er stattdessen über ein Zusammentreffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

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Merz hatte vor gut zwei Wochen an einem Gipfel zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Belém teilgenommen und auch dort Lula getroffen. Nach seiner Rückkehr äußerte er sich in einer Art über die sehr arme Stadt am Amazonas, die von vielen Brasilianern als abschätzig und beleidigend empfunden wurde.

»Ich habe einige Journalisten, die mit mir in Brasilien waren, letzte Woche gefragt: Wer von euch würde denn gerne hierbleiben? Da hat keiner die Hand gehoben«, sagte er. »Die waren alle froh, dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.«

In Brasilien brach mit etwas Verzögerung ein Sturm der Empörung los. Auch Lula schaltete sich ein. Merz hätte in eine Bar gehen, dort tanzen und die lokale Küche probieren sollen, meinte der Präsident. »Dann hätte er gemerkt, dass Berlin ihm nicht einmal zehn Prozent der Qualität bietet, die der Bundesstaat Pará und die Stadt Belém bieten.«

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slü/dpa