SpOn 04.02.2026
22:19 Uhr

Auslaufender Atomwaffenvertrag: Russland kritisiert USA wegen ausbleibender Verlängerung des New Start-Abkommens


Am 5. Februar 2026 läuft der »New Start«-Atomwaffenvertrag aus. Russland bietet an, die Bedingungen ein weiteres Jahr einzuhalten, obwohl das Land schon 2023 aus dem Vertrag ausgestiegen war. Aber es fehlt eine Reaktion aus den USA.

Auslaufender Atomwaffenvertrag: Russland kritisiert USA wegen ausbleibender Verlängerung des New Start-Abkommens

Das russische Außenministerium hat in einer Erklärung zum Auslaufen des »New Start«-Atomwaffenvertrags die USA kritisiert. Zuvor hatte Moskau sein Angebot an Washington erneuert, sich ein weiteres Jahr an die Bestimmungen des auslaufenden Atomwaffenabrüstungsvertrags zu halten. Dass es darauf von amerikanischer Seite keine Reaktion gegeben habe, sei »fehlerhaft und bedauerlich«.

»Unter den gegenwärtigen Umständen gehen wir davon aus, dass die Vertragsparteien des »New Start«-Vertrags nicht mehr an Verpflichtungen oder symmetrische Erklärungen im Rahmen des Vertrags, einschließlich seiner Kernbestimmungen, gebunden sind und grundsätzlich frei sind, ihre nächsten Schritte zu wählen«, heißt es weiter. Man bleibe aber offen für die Suche nach politisch-diplomatischen Wegen zur umfassenden Stabilisierung der strategischen Lage.

Der Atomwaffenvertrag »New Start« war 2011 in Kraft getreten. Darin hatten sich Russland und die USA dazu verpflichtet, ihre strategischen Nuklearsprengköpfe auf je 1550 Stück zu reduzieren. Auch die Zahl der Interkontinentalraketen und ihrer Träger wurde begrenzt. Dazu waren gegenseitige Kontrollen vorgesehen.

2023 setzte Russlands Präsident Wladimir Putin die Teilnahme an »New Start« aus, betonte aber gleichzeitig, man werde sich weiter an die zentralen Mengenbegrenzungen halten. Vergangenen September bot Putin eine erneute Verlängerung des Abkommens unter diesen Voraussetzungen um ein Jahr an. Noch im Januar hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, ein besseres Abkommen abzuschließen.

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Schätzungen gehen davon aus, dass Russland derzeit etwa 5460 nukleare Sprengköpfe besitzt, die USA 5180. Inzwischen hat auch China schätzungsweise mehr als 600 einsatzfähige Sprengköpfe in seinem Arsenal.

Lesen Sie hier , warum »New Start« eine gute Voraussetzung für ein neues Abkommen bietet.

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