Selig Glühwein schlürfen und das möglichst sicher. Mit diesen Betonpollern schützt die Stadt Augsburg ihren diesjährigen Weihnachtsmarkt gegen mögliche Anschläge mit Fahrzeugen. Um gleichzeitig den Tram-Verkehr über den Rathausplatz zu ermöglichen, betreibt sie beachtlichen Aufwand. Sicherheitskräfte heben die schweren Absperrungen bei jeder Durchfahrt mit dem Hubwagen zur Seite und wieder zurück, zu Hauptverkehrszeiten im Minutentakt. Ist das nun lächerlich provinziell oder einfach pragmatisch?
Matthias Hemmerle, Stadt Augsburg: »Es bleibt ja nichts anderes übrig. Die Straßenbahn kann nicht außen herumfahren, eine bessere Lösung gibt es nicht.«
Laut CSU-Ordnungsreferent Frank Pintsch bleibe der Christkindlesmarkt auf diese Weise abgeschirmt und hübsch zugleich. Und der Verkehr, der rollt trotzdem weiter. Geschätzte Kosten des Aufwands: rund 200.000 Euro.
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