SpOn 18.02.2026
12:51 Uhr

Asbest-Gefahr: Aldi Süd und Action rufen Stretcherz-Spielzeug zurück


In Kinderspielzeug sind Spuren von Asbest gefunden worden. Zwei Discounter rufen die dehnbaren Figuren in mehreren Bundesländern zurück.

Asbest-Gefahr: Aldi Süd und Action rufen Stretcherz-Spielzeug zurück

Bei den Discountern Aldi Süd und Action angebotenes Baby- und Kinderspielzeug ist in mehreren Bundesländern zurückgerufen worden. Wie der in Dublin, Irland, ansässige Hersteller Vulcan Consulting auf dem Internetportal Lebensmittelwarnung.de  mitteilte, kann die Füllung einzelner Figuren Spuren von Asbest enthalten. Bei Beschädigung könne diese austreten und ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Bei Aldi Süd sind die Produkte »Stretcherz Electro Squad« und »Stretcherz Skull Squad« mit jeweils vier Figuren  betroffen. Aldi Süd ruft Käufer dazu auf, die Figuren ab sofort nicht mehr zu verwenden und zurückzubringen. Der Kaufpreis wird zurückerstattet, für die Rückgabe ist kein Kaufbeleg erforderlich. Die Produkte sind in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern verkauft worden.

Bei Action sind die »Stretch Squad«-Figuren einzeln und im Viererpack  betroffen. Auch Action ruft Käufer dazu auf, die Artikel nicht mehr zu benutzen und in eine beliebige Filiale zurückzubringen. Der Preis wird auch ohne Kaufbeleg erstattet. Die Produkte wurden bundesweit verkauft.

Warnung von Aldi Süd

Warnung von Aldi Süd

Foto: HTI / Aldi Süd

Auch andere Spielzeuge bergen ein Asbest-Risiko: In Australien und Neuseeland, aber auch in den Niederlanden und Belgien wurden in zahlreichen gefärbten Sandspielprodukten Asbestfasern nachgewiesen. Werden sie einge­atmet, können sie Krebs erzeugen. Normaler Spielsand für Sandkästen im Freien ist nicht betroffen.

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Eltern sollten gefärbten Sand aus China aber sicherheitshalber nicht mehr zum Spielen oder Basteln mit ihren Kindern oder zum Dekorieren der Wohnung verwenden, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen . Bei den Funden scheint es sich den Verbraucherschützern zufolge um Produkte aus China zu handeln. Sie vermuten: Die Ursache für die Belastung mit Asbest liege wahrscheinlich darin, dass der gefärbte Sand aus Gruben stammt, in denen Asbest natürlich vorkommen kann. Es sei nicht vorhersagbar, welche Produkte vielleicht betroffen sind und welche nicht, da die Asbestbelastung sich von Charge zu Charge unterscheiden könne.

esk/dpa