SpOn 27.01.2026
10:54 Uhr

Arbeitsmarkt: Überqualifikation bei jungen Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund weit verbreitet


Zu gut ausgebildet: 15 Prozent der Erwerbstätigen unter 35 haben einen höheren Bildungsabschluss als für ihre aktuelle Tätigkeit nötig. Auch bei Frauen ist die Quote höher. Viele arbeiten zudem außerhalb gelernter Berufe.

Arbeitsmarkt: Überqualifikation bei jungen Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund weit verbreitet

Jede und jeder siebte junge Erwerbstätige ist für den aktuellen Job überqualifiziert. Besonders häufig trifft das bei den unter 35-Jährigen auf Frauen und Erwerbstätige mit Einwanderungsgeschichte zu, wie das Statistische Bundesamt  auf Basis der Arbeitskräfteerhebung 2024 mitteilte.

Demnach gaben 15 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 34 Jahren an, einen höheren Bildungsabschluss zu haben als für ihre Tätigkeit erforderlich. Bei Frauen (16 Prozent) ist dies etwas häufiger der Fall als bei Männern (13 Prozent).

Noch häufiger sind der Statistik zufolge Menschen mit Einwanderungsgeschichte formal überqualifiziert für die ausgeübte Tätigkeit (18 Prozent). Als Person mit Einwanderungsgeschichte werden nach Angaben des Bundesamtes diejenigen erfasst, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Bei der großen Mehrheit der 15- bis 34-Jährigen in der Gesamtstichprobe stimmte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Bildungsabschluss mit der ausgeübten Tätigkeit überein (78 Prozent), ein kleiner Teil (7 Prozent) hatte einen niedrigeren Abschluss als erforderlich, war also formal unterqualifiziert.

Die Statistik gibt auch Auskunft über fachfremdes Arbeiten. Hier gaben 22 Prozent an, dass die Fachrichtung ihrer Berufsqualifikation nur teilweise, eher nicht oder überhaupt nicht zur aktuellen Tätigkeit passt. Zwischen Männern und Frauen gibt es dabei keine Unterschiede. Unter Menschen mit Einwanderungsgeschichte ist der Anteil mit 28 Prozent deutlich höher.

fla/dpa