Altbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Spekulationen über eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten im kommenden Jahr zurückgewiesen. »Das ist abwegig«, antwortete eine Sprecherin aus dem Büro der ehemaligen Bundeskanzlerin auf eine Anfrage des »Tagesspiegels« vom Freitag.
Die »Bild« hatte zuvor geschrieben, in der CDU-Spitze gebe es die Sorge, dass die Grünen der CDU Angela Merkel als Bundespräsidentin vorschlagen könnten. Die Grünen dementierten am Donnerstag derartige Überlegungen. »Da ist nichts dran«, sagte Fraktionschefin Britta Haßelmann der »Rheinischen Post«. »Zur Bundespräsidentenwahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden«, sagte sie.
Rufe nach einer weiblichen Bundespräsidentin
Bisher hat kein Bundeskanzler nach seiner Amtszeit das Amt des Bundespräsidenten übernommen. Die Bundesversammlung wird Anfang 2027 über die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier entscheiden. Die Union dürfte die größte Fraktion stellen. Immer wieder wird der Ruf nach einem ersten weiblichen Staatsoberhaupt laut.
- Hamburgs Ex-Bürgermeister von Beust über Sprache und Macht: »Den Leuten ist offenbar derjenige lieber, bei dem man merkt, dass er lügt« Ein SPIEGEL-Gespräch von Tobias Becker und Lothar Gorris
- Zehn Jahre »Wir schaffen das«: An der Grenze Von Jasmin Lörchner, Lea Rossa, Oliver Schmitt und Heike Janssen
- CDU-Reaktionen auf Besuchsankündigung der Ex-Kanzlerin: »Merz bleibt auch nichts erspart« Von Christian Teevs und Philipp Wittrock
Überraschend wird Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel dagegen am 20. Februar erstmals seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt wieder an einem CDU-Parteitag teilnehmen.
Das Merz-Lager rätselt: Ob Angela Merkel dem Kanzler beim CDU-Parteitag die Show stehlen will, lesen Sie hier
