SpOn 01.12.2025
15:03 Uhr

Amrum: Mann bohrt angeschwemmte Metallkugel an und verbrennt sich lebensgefährlich


Ein Mann hat auf Amrum eine Metallkugel gefunden und offenbar angebohrt. Dabei ist Gas ausgetreten, an dem er sich schwer verletzte.

Amrum: Mann bohrt angeschwemmte Metallkugel an und verbrennt sich lebensgefährlich

Weil er Strandgut angebohrt hat, ist ein Mann auf Amrum lebensgefährlich verletzt worden. Am Strand der Nordseeinsel hatte der 55-Jährige eine Metallkugel gefunden und mit nach Hause genommen, wie die Polizei im schleswig-holsteinischen Flensburg mitteilte. Dort bohrte er die Kugel an, woraufhin sich das Gas nach derzeitigen Erkenntnissen wohl entzündete. Noch sei unklar, um welches Gas es sich gehandelt hat.

Ein Rettungshubschrauber flog den lebensgefährlich verletzten Mann von der Insel in ein Krankenhaus nach Hamburg.

Die Metallkugel hat einen Durchmesser von etwa 15 Zentimetern. Worum es sich dabei genau handelte, war nach Polizeiangaben zunächst unklar. Kampfmittelräumdienst und andere beteiligte Behörden gingen demnach aktuell von einer Boje aus.

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Die Beamten rieten allgemein zur Vorsicht bei unbekannten Gegenständen an Stränden und Küsten. Unter anderem könnte es sich um Munition oder Munitionsbestandteile handeln, die nach den Weltkriegen massenhaft in Nord- und Ostsee versenkt wurden. Öfter kommt es etwa zu Verbrennungen durch weißen Phosphor, der aus alten Granaten austritt und Bernstein ähnlich sieht.

esk/AFP