SpOn 28.01.2026
14:20 Uhr

Amazon streicht weitere 16.000 Bürojobs


Erneut setzt Amazon den Rotstift an: Tausende Mitarbeitende müssen gehen. Schon im Oktober gab es eine Kürzungswelle. Rund zehn Prozent der Jobs in der Verwaltung fallen damit weg. Als Grund nennt der Konzern unter anderem KI.

Amazon streicht weitere 16.000 Bürojobs

Amazon baut weiter ab, etwa 16.000 Stellen sollen wegfallen. Das teilte die Konzernspitze in einem Schreiben an ihre Mitarbeitenden  mit. Die jüngsten Streichungen folgen auf eine Entlassungswelle im Oktober, bei der Amazon schon 14.000 Mitarbeiter entlassen hatte.

Der Konzern begründete den Schritt mit dem Umbau nach dem Einstellungsboom während der Coronapandemie sowie dem verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI). Insgesamt sollen rund 30.000 Bürojobs wegfallen, was etwa zehn Prozent der Belegschaft in der Verwaltung entspricht. Betroffen sind vor allem die Cloudsparte AWS, das Einzelhandelsgeschäft, Prime Video und die Personalabteilung. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits in der vergangenen ‌Woche erstmals über den geplanten Schritt berichtet.

Dies ist bereits die zweite große Entlassungswelle innerhalb von ⁠drei Monaten. ‍Laut Personalchefin Beth Galetti müssen die verbleibenden Mitarbeiter jedoch nicht regelmäßige Kürzungen fürchten. »Einige von Ihnen fragen sich vielleicht, ob dies ​der Beginn eines neuen Rhythmus ist – in dem ‌wir alle paar ⁠Monate umfassende Kürzungen ankündigen. Das ist nicht unser Plan«, sagte sie. Bei der Streichung im Oktober hatte Konzernchef Andy Jassy betont, dass übermäßige Bürokratie abgebaut und ⁠Führungsebenen verschlankt werden müssten.

Mehr zum Thema

Der Stellenabbau verdeutlicht den Wandel durch KI in der Techbranche. Jassy hatte bereits im Sommer gewarnt, dass ‌der verstärkte Einsatz von KI-Werkzeugen zu ‍mehr Automatisierung und damit zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen werde. Amazon folgt mit dem Sparkurs ‍anderen Technologieriesen wie der Facebook-Mutter Meta und Microsoft, die nach dem massiven Personalaufbau während der Pandemie ebenfalls ‍ihre Belegschaften verkleinern. Amazon legt in der kommenden Woche seine Quartalszahlen vor.

esk/Reuters