SpOn 20.02.2026
15:33 Uhr

Amazon ist jetzt das umsatzstärkste Unternehmen der Welt


Der Onlinehändler hat im vergangenen Jahr 717 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Damit überholt Amazon erstmals den US-Konzern Walmart in der Rangliste.

Amazon ist jetzt das umsatzstärkste Unternehmen der Welt

Jeff Bezos dürfte sich freuen: Amazon ist erstmals das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. Die 717 Milliarden US-Dollar Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr reichen dem Onlinehändler laut einem Bloomberg-Bericht für Platz eins. Zuvor hatte Walmart über ein Jahrzehnt lang an der Spitze gestanden.

Amazon hatte seine jüngsten Geschäftszahlen bereits im Januar gelegt, in dieser Woche zog nun Walmart nach, dessen Geschäftsjahr erst zum 31. Januar endete. Der Retail-Händler schaffte es auf 713 Milliarden US-Dollar Umsatz. Damit ist Amazons Spitzenposition nun also offiziell. Der Umsatzrekord ist auch von der großen Nachfrage nach Cloudinfrastruktur angetrieben.

Laut der Fortune-Global-500-Liste  des Wirtschaftsmagazins »Fortune« führte Walmart die Liste der weltweit umsatzstärksten Unternehmen seit 2014 ununterbrochen an. Auch vorher stand der US-Händler mehrfach ganz oben, zwischendurch nahm aber auch die Ölfirma Shell und Exxon Mobil die Umsatz-Spitzenposition ein. Amazon schaffte es 2022 erstmals auf den zweiten Rang.

Amazon hatte massiv Personal gestrichen

Auch die umfangreichen Personalkürzungen können zu dem Plus bei Amazon beigetragen haben: Bei einer Entlassungswelle im vergangenen Oktober hatte Amazon 14.000 Mitarbeiter entlassen. Anfang dieses Jahres folgte die nächste Ankündigung; das Unternehmen teilte mit, etwa 16.000 weitere Bürojobs streichen zu wollen. Stattdessen solle der Fokus stärker auf künstlicher Intelligenz liegen.

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Konzernchef Andy Jassy hatte bereits im Sommer gewarnt, dass ‌der verstärkte Einsatz von KI-Werkzeugen zu ‍mehr Automatisierung und damit zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen werde. Amazon folgt mit dem Sparkurs ‍anderen Technologieriesen wie der Facebook-Mutter Meta und Microsoft, die nach dem massiven Personalaufbau während der Pandemie ebenfalls ‍ihre Belegschaften verkleinern.

Die vier US-Konzerne Amazon, Google, Meta und Microsoft wollen dieses Jahr mehr Geld in Rechenzentren stecken, als der deutsche Staat ausgibt. Mehr zu der 665-Milliarden-Wette der Techriesen lesen Sie hier .

esk