SpOn 25.02.2026
08:46 Uhr

Alex Padilla: Demokratischer Senator vergleicht Donald Trump mit Diktator


Er lüge und nutze Taktiken, »wie wir sie aus anderen Ländern kennen«: So kommentiert Senator Alex Padilla Trumps Ansprache. Der Sohn mexikanischer Einwanderer kritisierte besonders die Migrationspolitik des US-Präsidenten.

Alex Padilla: Demokratischer Senator vergleicht Donald Trump mit Diktator

Der demokratische Senator Alex Padilla hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Rede zur Lage der Nation  scharf kritisiert. »Wir haben soeben gehört, wie Donald Trump das getan hat, was er am besten beherrscht: Lügen«, sagte Padilla in einer Antwort der Demokraten auf den Auftritt des Republikaners vor dem Kongress. Auf Spanisch sagte der Senator aus Kalifornien, Trump wende Taktiken an, »wie wir sie aus anderen Ländern kennen, die von korrupten Diktatoren regiert werden«.

Padilla griff den Republikaner hauptsächlich wegen seiner umstrittenen Migrationspolitik an. Bewaffnete und maskierte Bundesbeamte würden Gemeinschaften »terrorisieren und Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder weil sie Spanisch sprechen ins Visier nehmen – darunter auch Einwanderer mit legalem Status und Staatsbürger«, sagte er in Bezug auf die umstrittenen Einsätze  der Einwanderungsbehörde ICE. »Dieses Chaos ist das Produkt der gefährlichen Launen einer einzigen Person: Donald Trump.«

Padilla ist Sohn mexikanischer Einwanderer. Im vergangenen Juni war er bei einer Pressekonferenz mit Heimatschutzministerin Kristi Noem in Los Angeles von Sicherheitskräften aus dem Raum gezerrt und zu Boden gedrückt worden, nachdem er versucht hatte, der Ministerin eine Frage zu stellen. Der Fall löste Empörung aus.

Padilla wirft Trump Manipulation von Midtermwahlen vor

Der Demokrat warf Trump zudem vor, die kommenden Zwischenwahlen manipulieren zu wollen. Im November wird bei den sogenannten Midterms neu über das Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat entschieden.

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Trump bemüht sich aktuell um die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes, das die Demokraten strikt ablehnen. Die Durchführung von Wahlen wird bislang hauptsächlich von den Bundesstaaten geregelt. Auch in der jährlichen Grundsatzrede  vor den beiden Kammern des US-Parlaments (»State of the Union«) warb der US-Präsident für den Gesetzentwurf.

col/dpa