Der Einzelhandelsriese Aldi will in den USA kräftig expandieren. In diesem Jahr wolle das Unternehmen mehr als 180 neue Filialen eröffnen, teilte Aldi am Montag mit. Diese seien Teil eines neun Milliarden Dollar schweren Fünfjahresplans.
Bis Ende 2026 will Aldi die Zahl seiner Filialen von derzeit mehr als 2500 auf fast 2800 erhöhen und damit seinem Ziel von 3200 Standorten bis 2028 näherkommen.
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Immer mehr kostenbewusste Amerikanerinnen und Amerikaner kaufen angesichts der anhaltenden Inflation und der schwankenden Handelspolitik unter Präsident Donald Trump bei dem Discounter ein. Besonders gefragt sind erschwingliche Produkte und Eigenmarken. »Jeder dritte US-Haushalt hat im vergangenen Jahr bei Aldi eingekauft«, sagte die US-Chefin Atty McGrath laut einer Mitteilung . »2026 konzentrieren wir uns darauf, es den Kunden noch einfacher zu machen, zuerst bei uns einzukaufen.«
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Aldi ist der nächste europäische Einzelhändler, der seine Expansion auf dem US-Markt vorantreibt. Zuvor hatten die britische Sportartikelkette JD Sports und der Modehändler Primark ähnliche Schritte angekündigt.
Karl und Theo Albrecht bauten mit Aldi einen der größten Handelskonzerne der Welt auf, gerade weil sie gegen alle Prinzipien des »Made in Germany« verstießen. Doch ihre Erbinnen und Erben müssen heute kämpfen, ihr Vermögen zu bewahren. Mehr dazu erfahren Sie hier im Podcast.
