SpOn 13.01.2026
13:22 Uhr

Aktien und ETFs: Mehr als 14 Millionen Deutsche an der Börse


Deutschland hat so viele Aktionäre wie nie zuvor: 14,1 Millionen Deutsche besaßen 2025 Aktien oder ETFs, rund zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Vor allem eine Altersgruppe ist für den Anstieg verantwortlich.

Aktien und ETFs: Mehr als 14 Millionen Deutsche an der Börse

Im Verlaufe des Jahres 2025 besaßen durchschnittlich 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktienfonds, ETFs oder Aktien. Das ergeben Zahlen, die das Deutsche Aktieninstitut (DAI) erhoben hat . Nach zwei Jahren mit rückläufigen Aktionärszahlen wurde damit der Rekord von 2022 mit seinerzeit fast 12,9 Millionen Aktionärinnen und Aktionären in Deutschland deutlich übertroffen. Damit investierte knapp jede fünfte Person ab 14 Jahren direkt oder indirekt am Aktienmarkt. »Aktienfonds, ETFs und Aktien sind in der Mitte der Gesellschaft verankert«, heißt es vom DAI.

Im Vergleich mit 2024 ist diese Zahl um zwei Millionen gestiegen. Der positive Trend der vergangenen zehn Jahre hat sich damit verstärkt. Seit 2020 werden in der DAI-Statistik auch ausländische Aktionäre mit Wohnsitz in Deutschland erfasst. Allein das sorgte für einen Anstieg um 500.000.

Vor allem das Interesse der jungen Generation an der Aktienanlage ist für die guten Zahlen verantwortlich. Es hatte bereits in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. 4,9 Millionen Menschen unter 40 besaßen Aktienfonds, ETFs oder Aktien, 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit macht diese Altersgruppe 60 Prozent des Gesamtanstiegs aus. Auch bei den Frauen und in Ostdeutschland gab es ein starkes Wachstum.

Institut fordert mehr Aktienanlage für die Rente

»Der gesellschaftliche Rückenwind für die Aktie ist also so stark wie nie«, heißt es vom Aktieninstitut. »Wir plädieren deshalb dafür, diesen Rückenwind dafür zu nutzen, die Aktienanlage in allen drei Säulen der Altersvorsorge stärker zu verankern.« Die Popularität von Aktien sei eine »Steilvorlage für die Bundesregierung«, heißt es weiter. Die geplanten Schritte zur Ergänzung der Rente durch private Vorsorge am Aktienmarkt sei »allenfalls zaghaft«. Damit gemeint sind die Pläne der Bundesregierung für ein Altersvorsorgedepot und die sogenannte Frühstart-Rente.

Die Regierung plant, Ihren ETF-Sparplan zu fördern – wie Sie das jetzt schon nutzen können, lesen Sie hier .

Die Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts basieren auf einer laut eigenen Angaben repräsentativen Umfrage von Kantar. Hierzu werden jährlich etwa 28.000 Menschen in Deutschland ab 14 Jahren zu ihrem Anlageverhalten befragt.

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Kurios: Im November 2025 hatte ein Bericht der Vereinigung für Finanzmärkte in Europa (AFME) ergeben, dass die Deutschen ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten anlegen als am Finanzmarkt. Demnach investierten Privatleute in Deutschland rund 103 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung in Aktienfonds, ETFs oder Aktien – weit weniger als etwa Dänen (194 Prozent) oder Niederländer (164 Prozent). Lesen Sie hier mehr darüber.

mgo/dpa