SpOn 25.02.2026
14:31 Uhr

Airbus: China will laut Kanzler Friedrich Merz bis zu 120 Flugzeuge bestellen


Bei seinem Besuch in China wirbt Kanzler Merz für mehr Importe der Gastgeber aus Europa. Nach einem Treffen mit Präsident Xi Jinping ist nun unter anderem die Rede von einem Flugzeug-Deal.

Airbus: China will laut Kanzler Friedrich Merz bis zu 120 Flugzeuge bestellen

China will nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz bis zu ​120 Airbus-Flugzeuge bestellen. »Wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass die ‌chinesische Führung bei dem Unternehmen Airbus eine größere Zahl weiterer Flugzeuge bestellen wird«, sagte Merz nach einem Gespräch mit Präsident Xi Jinping in Peking.

»Es ​wird insgesamt bis zu 120 zusätzliche Flugzeuge geben, die bei ⁠Airbus ⁠bestellt werden.« Es gebe auch für eine ganze Reihe anderer deutscher Unternehmen die Möglichkeit für Verträge, die ‌aber noch nicht endgültig entschieden seien.

Details nannte ‌der Kanzler nicht. »Wir haben weitere Verträge in Aussicht, die geschlossen werden«, betonte er aber. Zuvor waren bereits Vereinbarungen der China Media Group mit der Deutschen Fußball Liga und dem Deutschen Tischtennis-Bund bekannt geworden.

Kritik an Chinas riesigem Handelsdefizit

Merz wies darauf hin, dass das Handelsdefizit zwischen Deutschland ‌und China gegenwärtig bei mehr als 80 Milliarden Euro liege. »Das hat sich seit 2020, ‌also innerhalb von ​fünf Jahren, vervierfacht. ‌Diese Dynamik ist nicht gesund.« ‌

Er ​habe deshalb mit der chinesischen Führung über Wege gesprochen, dieses Defizit abzubauen.

Merz hatte schon vor seinem Abflug betont, dass für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen ein »fairer und transparenter Wettbewerb« nötig sei. ‌Es müsse Verlass auf vereinbarte Regeln sein. Man müsse darüber reden, wie »systemische Überkapazitäten, Ausfuhrbeschränkungen ​und Zugangsrestriktionen Wettbewerb verzerren ‌und verhindern«, so der Kanzler.

Merz in Peking: »Weitere Verträge in Aussicht«

Merz in Peking: »Weitere Verträge in Aussicht«

Foto: Jessica Lee / AP

Risiken im Chinageschäft müssten abgebaut werden, Deutschland dürfe sich aber nicht vom chinesischen Riesenmarkt abkoppeln. Deutschland und China bräuchten offene Gesprächskanäle, sagte der Kanzler.

Merz unterstrich zudem ​einen nötigen europäisch-chinesischen Dialog. ‌Über die EU könnten alle währungs- und handelspolitischen Fragen geklärt werden. »Es gibt auch ein großes Potenzial für weiteres Wachstum unserer beiden Volkswirtschaften.«

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Der Kanzler wird ​auf seinem zweitägigen Antrittsbesuch in China von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.

jpe/Reuters