SpOn 29.01.2026
09:47 Uhr

Afrika-Cup: Senegals Trainer nach Chaos-Finale für fünf Spiele gesperrt


Das turbulente Finale des Afrika-Cups geht in die Verlängerung am grünen Tisch: Afrikas Fußballverband hat Sperren für Senegals Trainer und Marokkos Spieler ausgesprochen. Auf die WM hat das jedoch keine Auswirkungen.

Afrika-Cup: Senegals Trainer nach Chaos-Finale für fünf Spiele gesperrt

Das chaotische Finale des Afrika-Cups zwischen dem Senegal und Marokko hat für beide Teams ein Nachspiel. Der senegalesische Trainer Pape Thiaw wurde von der Confédération Africaine de Football (CAF) für fünf Spiele gesperrt und mit einer Geldstrafe von 100.000 US-Dollar (etwa 83.500 Euro) belegt.

Der Coach habe sich während des Endspiels am 18. Januar des »unsportlichen Verhaltens« schuldig gemacht und »das Spiel in Verruf« gebracht, teilte die CAF mit.

Außerdem wurden die senegalesischen Stürmer Iliman Ndiaye und Ismaila Sarr wegen »unsportlichen Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter« für jeweils zwei Partien gesperrt. Insgesamt muss der senegalesische Fußballverband (FSF) wegen diverser Vergehen eine Geldstrafe von 615.000 US-Dollar (513.000 Euro) zahlen.

Als Begründung hierfür wurde unter anderem das »unsportliche Verhalten« der Spieler, des technischen Stabs sowie der Fans genannt, das »gegen die Grundsätze des CAF-Disziplinarreglements in Bezug auf Fair Play, Loyalität und Integrität« verstoßen habe.

Auch Strafen für Marokko

Beim Finale hatte es skandalöse Szenen gegeben, es stand kurz vor dem Abbruch. Marokko hatte unmittelbar vor Schluss einen Elfmeter bekommen, wegen der Entscheidung waren Senegals Spieler vom Platz gegangen. Erst nach langer Unterbrechung ging es weiter – und Brahim Díaz verschoss den Elfmeter. In der Verlängerung traf Senegals Pape Gueye (94.) zum 1:0 (0:0). (Mehr über das Chaos-Endspiel von Rabat erfahren Sie hier.)

Handtuchklau im Finale: Sperren und Geldstrafen nach turbulentem Afrika-Cup-Endspiel

Handtuchklau im Finale: Sperren und Geldstrafen nach turbulentem Afrika-Cup-Endspiel

Foto: Didier Lefa Studio / IMAGO

Der marokkanische Fußballverband (FRMF) muss für die Vorfälle im Rahmen des Finals ebenfalls eine Strafe von 315.000 US-Dollar (263.000 Euro) zahlen. Davon wurden 200.000 US-Dollar für »unangemessenes Verhalten der Balljungen im Stadion« verhängt, die mehrfach dem senegalesischen Keeper das Handtuch geklaut hatten.

Weitere 100.000 US-Dollar muss der Verband für das »unangemessene Verhalten« von Spielern und Staff zahlen, die restlichen 15.000 US-Dollar wurden für die Nutzung von Laserpointern durch Fans fällig.

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Von den marokkanischen Spielern wurden Kapitän und Topstar Achraf Hakimi für zwei Spiele sowie Angreifer Ismael Saibari für drei Spiele gesperrt.

Die Sperren aller vier bestraften Spieler sowie des senegalesischen Trainers gelten allerdings ausschließlich für CAF-Spiele und haben somit keine Auswirkungen auf die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko oder die Vorbereitung darauf. Beide Teams sind für die WM qualifiziert.

bka/sid