SpOn 19.01.2026
18:30 Uhr

Afrika-Cup: Marokko kündigt rechtliche Schritte bei Fifa und Caf an


Brahim Díaz hatte den Siegtreffer auf dem Fuß, doch er vergab im Finale des Afrika-Cups einen Elfmeter kläglich. War zuvor die Unterbrechung zu lang? Marokko will rechtliche Schritte einleiten.

Afrika-Cup: Marokko kündigt rechtliche Schritte bei Fifa und Caf an

Der Afrika-Cup ist mit einem außergewöhnlichen Finale zu Ende gegangen, Gastgeber Marokko will die 0:1-Niederlage gegen Senegal nicht einfach auf sich sitzen lassen. Der marokkanische Fußballverband (FRMF) kündigte rechtliche Schritte beim afrikanischen Verband (Caf) und beim Weltverband (Fifa) an.

Damit soll erzwungen werden, dass das Verlassen des Platzes der senegalesischen Mannschaft in der turbulenten Schlussphase der regulären Spielzeit untersucht wird. Was genau die Marokkaner mit einer solchen Untersuchung erreichen wollen, ist zunächst unklar. Der FRMF begründete den Schritt in einer Stellungnahme mit »erheblichen Auswirkungen« auf die Leistung der Spieler.

Sieger Mané: Erfolgreiche Intervention

Sieger Mané: Erfolgreiche Intervention

Foto:

Sebastien Bozon / AFP

In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte es beim Stand von 0:0 einen aus Sicht des Senegal unberechtigten Elfmeter für den Gastgeber gegeben. Aus Protest waren die Spieler auf Anweisung von Trainer Pape Thiaw in die Kabine gegangen. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.

Erst nach Intervention des früheren Bayern-Profis Sadio Mané war das Team des Senegal auf den Platz zurückgekehrt. Das Spiel wurde nach fast 20 Minuten Unterbrechung fortgesetzt. Brahim Díaz von Real Madrid lupfte den Elfmeter in die Arme des Torhüters Édouard Mendy, deshalb kam es zur Verlängerung. Senegal gewann schließlich mit 1:0.

Thiaw: »Wir entschuldigen uns beim Fußball«

Senegals Trainer Thiaw hatte sich anschließend für sein Verhalten entschuldigt: »Wir hätten nicht so reagieren sollen, aber das ist nun Vergangenheit. Wir entschuldigen uns beim Fußball.«

Fifa-Präsident Gianni Infantino kritisierte die Vorfälle und neben dem Verhalten des Siegerteams auch das von Teilen der Fans, die sich Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften geliefert hatten. »Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden«, sagte der Schweizer. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des Caf die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Finals, es war ein Wimmelbild in fünf Akten.

krä/dpa