SpOn 05.03.2026
17:24 Uhr

A10 – Oberhavel: Zeugen schildern Raser-Unfall im August 2022


Mit 2,7 Promille und 190 Kilometern pro Stunde war ein Mann auf der Autobahn unterwegs. Ein Motorradfahrer starb. Vor Gericht will sich der Angeklagte entschuldigen.

A10 – Oberhavel: Zeugen schildern Raser-Unfall im August 2022

Der mutmaßliche Verursacher eines tödlichen Unfalls auf der A10 hat bei Opfern und Hinterbliebenen um Entschuldigung gebeten. Er habe den »Menschen erheblich geschadet« und könne »den Verlust nie wiedergutmachen«, sagte der 35-Jährige vor Gericht. Es sei »kein Tag vergangen, an dem ich nicht daran gedacht habe, welchen Kummer ich angerichtet habe«.

Dem Mann wird vorgeworfen, im August 2022 nahe der Gemeinde Mühlenbecker Land (Landkreis Oberhavel) einen Unfall verursacht zu haben. Ein 39 Jahre alter Motorradfahrer starb, ein 81 Jahre alter Autofahrer und der Angeklagte wurden leicht verletzt. Der Mann soll einen Atemalkoholwert von 2,7 Promille gehabt haben und mehr als 190 Kilometer pro Stunde gefahren sein. Erlaubt waren laut Staatsanwaltschaft wegen einer Baustelle nur 80 Kilometer pro Stunde.

Ein Augenzeuge schilderte zum Prozessauftakt, wie der Mann von der rechten auf die mittlere Spur wechselte und dabei mit zwei Motorrädern kollidierte. »Will der nicht langsam mal bremsen?«, habe der Zeuge sich gedacht. »Ich habe keine Bremslichter gesehen.« Dann sei das Auto »ungebremst reingefahren«.

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Der Angeklagte sei deutlich zu schnell auf die Baustelle zugerast, berichteten auch andere Zeugen. Kurz darauf sei der Unfall passiert. »Ich habe bloß den Toten durch die Luft schleudern sehen«, sagte einer der Anwesenden vor Gericht.

esw/dpa