SpOn 22.02.2026
16:47 Uhr

2. Fußball-Bundesliga: Hertha BSC kassiert fünf Tore in Paderborn (und muss den Aufstieg wohl abhaken)


Ein Sieg in Paderborn wäre wichtig gewesen für die Berliner, wenn sie in die Bundesliga aufsteigen wollen. Stattdessen erlebte die Hertha ein Debakel.

2. Fußball-Bundesliga: Hertha BSC kassiert fünf Tore in Paderborn (und muss den Aufstieg wohl abhaken)

Die Aufstiegsambitionen von Hertha BSC haben einen schweren Dämpfer halten. Die Berliner verloren das Verfolger-Duell in der 2. Fußball-Bundesliga beim SC Paderborn 2:5 (1:3) und haben in der Tabelle schon zehn Punkte Rückstand auf die Spitzengruppe. Nach der dritten Pflichtspielniederlage in Serie rutschten die Hauptstädter auf Rang sieben ab. Die Paderborner halten als Tabellenvierter den Kontrahenten weiter auf Distanz und haben einen Punkt Rückstand auf den Relegationsaufstiegsplatz.

Die Partie in Paderborn verlief überraschend eindeutig. Sebastian Klaas (7. Minute), Tjark Scheller (20.) und Nick Bätzner (45. +4) sowie Mika Baur (68./Foulelfmeter) und Raphael Obermair (70.) sorgten für den Heimsieg. Luca Schuler (39.) per Hacke und Josip Brekalo (70.) trafen für die Hertha.

Besonders in der ersten Hälfte zeigten die Berliner eine schwache Leistung. Dass die Niederlage nicht höher ausfiel, lag an der mangelnden Chancenverwertung der Paderborner. Bereits das 1:3 zur Pause war schmeichelhaft.

Und nach dem Seitenwechsel legte Paderborn nach: Der starke Baur sorgte vom Elfmeterpunkt für den vierten Treffer, nachdem Hertha-Torhüter Tjark Ernst zuvor Stefano Marino zu Fall gebracht hatte. Und Minuten später sorgte Obermair mit dem Treffer zum 5:1 für die Entscheidung. Brekalos Tor zum Endstand war nur noch Ergebniskosmetik. Nach 90 Minuten lautete das Schussverhältnis 17:8 zugunsten des SCP.

Auch Hannover 96 hat im Aufstiegsrennen einen Rückschlag zu verzeichnen. Nach vier Siegen reichte es für die Niedersachsen gegen die abstiegsbedrohte SG Dynamo Dresden nur zu einem 0:0. Zudem verloren sie Abwehrchef Boris Tomiak in der 75. Minute mit einer möglicherweise schweren Verletzung.

Tomiak hatte zuvor Hannovers beste Chance vergeben, als es zu einem Zusammenprall mit seinem Keeper Nahuel Noll kam. Tomiak schrie vor Schmerzen, er wurde zunächst auf dem Spielfeld minutenlang behandelt und mit einer Trage vom Platz gebracht.

Trotz des Remis hat 96 mit jetzt zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz noch immer Chancen auf die Erstliga-Rückkehr. Dresden ist als Tabellenvorletzter weiter in großer Gefahr.

Mit dem ersten Auswärtssieg im Jahr 2026 hat der 1. FC Kaiserslautern den SC Preußen Münster tiefer in den Abstiegskampf gedrängt. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht gewann bei den Westfalen 3:2 (3:1) und bescherte dem Team von Alexander Ende trotz engagiertem Auftritt die neunte sieglose Zweitliga-Partie in Serie.

Vor 10.642 Zuschauern im ausverkauften Münsteraner Stadion trafen Marlon Ritter (9./40. Minute) und Norman Bassette (45.+1) für die Gäste aus der Pfalz. Jannis Heuer (22. und 87.) erzielte die Tore für die Hausherren.

mon/dpa