Der wegen Drogendelikten im Gefängnis sitzende Rapper 18 Karat darf aus Deutschland nach Portugal abgeschoben werden.
Eine Eilbeschwerde des in Portugal geborenen Musikers gegen einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen wies das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster nun zurück. Der Beschluss ist unanfechtbar.
Entzug des EU-Freizügigkeitsrechts
Das Landgericht Dortmund hatte 18 Karat wegen mehrerer Betäubungsmitteldelikte zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Stadt hatte ihm per Verfügung das EU-Freizügigkeitsrecht entzogen, ihn zur Ausreise aufgefordert und seine Abschiebung nach Portugal angeordnet.
Einen Eilantrag des 40-Jährigen lehnte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Freitag ab, dies bestätigte nun die nächste Instanz.
Kiloweise Drogen gehandelt
Für die Beendigung seines Aufenthalts in Deutschland gebe es »zwingende Gründe der öffentlichen Ordnung«, hatten bereits die Richter in Gelsenkirchen ausgeführt. Er habe kiloweise mit Drogen gehandelt – die Folgen dieser Art illegalen Betäubungsmittelhandels seien schwerwiegend für die Gesellschaft. Zudem sahen die Richter konkrete Wiederholungsgefahr: Der Kläger habe sich nicht ersichtlich aus dem Netzwerk gelöst, in dem er die Taten begangen habe.
Das Oberverwaltungsgericht ließ den Einwand von 18 Karat nicht gelten, er habe Kontakt zu seiner Familie und einem noch sehr jungen Kind – dies ändere nichts an der von ihm ausgehenden Gefahr weiterer erheblicher Straftaten.
Der Rapper aus Dortmund gilt seit seinem Debütalbum vor zehn Jahren »FSK 18 Brutal« als feste Größe im Deutschrap und hatte seither zahlreiche Chart- und Streamingerfolge.
Capital Bra ist einer der erfolgreichsten Musiker des Landes. Zuletzt machte sein Absturz Schlagzeilen, den er live streamte. Hier spricht er über seine Drogensucht, die AfD, die Beatles und den Tag, an dem er Angst hatte zu sterben.
