1100 Puten sind in einem Geflügelmastbetrieb im Landkreis Harz getötet worden. Grund dafür sei eine Verunreinigung ihres Futters mit einem ungeeigneten Arzneimittel gewesen, teilte der Landkreis am Abend mit.
In dem Stall in Veltheim waren seit Montag vermehrt Tiere verendet, deswegen war nach der Ursache für das Putensterben gesucht worden. Es habe schnell ausgeschlossen werden können, dass die Vogelgrippe die Ursache gewesen sei, teilte Amtstierarzt Rainer Miethig mit.
Jedes dritte Tier gestorben
Letztlich habe nach umfangreichen Proben ein Futtermittelproblem als Grund ermittelt werden können. In dem Stall sei innerhalb von rund vier Tagen fast jedes dritte Tier gestorben.
Um das Leiden der noch lebenden Puten zu beenden, seien sie in einem abgedichteten Stall mit Kohlendioxid begast worden. Die Räumung des betroffenen Stalls sei bis zum Abend abgeschlossen worden.
Insgesamt wurden in dem Betrieb rund 15.000 Tiere in fünf Ställen gehalten. Es sei nur einer der Ställe betroffen gewesen, hieß es. In den anderen vier Ställen gab es keine Todesfälle der Puten.
In den Einsatz seien Tierärzte des Harzer Kreisveterinäramts und des Landesamts für Verbraucherschutz einbezogen gewesen. Auch der Katastrophenschutz des Landkreises Harz und andere Hilfsorganisationen hätten Unterstützung geleistet.
