SpOn 25.01.2026
15:09 Uhr

1. FC Magdeburg: Dutzende Polizisten bei Zweitliga-Fußballspiel verletzt


Anhänger des 1. FC Magdeburg haben laut Behörden am Samstag Polizisten mit Pyrotechnik beschossen und mit schweren Gegenständen angegriffen. Offenbar kam auch ein Gullydeckel zum Einsatz.

1. FC Magdeburg: Dutzende Polizisten bei Zweitliga-Fußballspiel verletzt

Im Umfeld des Zweitliga-Derbys zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden sind nach Angaben des Innenministeriums  von Sachsen-Anhalt bei Ausschreitungen am Samstag mindestens 64 Polizisten verletzt worden.

In der Halbzeitpause kam es demnach außerhalb des Stadions zu Ausschreitungen durch Anhänger des 1. FC Magdeburg gegenüber den eingesetzten Polizeikräften. Die Polizeikräfte seien mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen beworfen und mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten unmittelbar angegriffen worden, so das Ministerium.

Mindestens 64 Beamte der Landespolizei Sachsen-Anhalt seien demnach leicht bis schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei sind 17 Einsatzkräfte »wegen erheblicher Verletzungen« ambulant im Krankenhaus behandelt worden.

Innenministerin verurteilt »brutale Gewalt«

Innenministerin Tamara Zieschang verurteilte die Angriffe auf das Schärfste. »Mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten auf Polizisten einzuschlagen, ist nichts anderes als brutale Gewalt«, teilte sie mit.

Laut Polizei hatten FCM-Anhänger kurz vor Ende der ersten Halbzeit versucht, im Außenbereich des Stadions in Richtung des Gästeblocks vorzudringen. Das habe durch die Polizeikräfte verhindert werden können. Dabei sei es zu den körperlichen Angriffen, etwa mit Steinwürfen und Beschuss mit Pyrotechnik, gekommen. Während des Spiels war zudem mehrfach Pyrotechnik durch beide Fanlager abgebrannt worden.

Die Gewerkschaft der Polizei verurteilte die Vorfälle bereits am Samstag. »Fußball soll Menschen zusammenbringen – nicht Einsatzkräfte, Fans oder Unbeteiligte in Gefahr bringen«, hieß es in einer Erklärung . »Wer Pyrotechnik in dicht gefüllten Blöcken zündet, Raketen und Böller in Menschenmengen wirft oder Polizeikräfte angreift, hat jedes Recht verwirkt, sich Fan zu nennen. Hier reden wir über Straftäter.«

Am Samstag waren mehrere Hundert Beamtinnen und Beamte aus verschiedenen Bundesländern sowie Kräfte der Bundespolizei in Magdeburg im Einsatz gewesen. Dresden hatte die Partie mit 2:1 gewonnen.

sun/dpa