An einem Wintertag des Jahres 2013 entdeckte ein Grabungsteam mitten in Berlin Hinweise auf ein monströses Verbrechen. Die Gruppe um Chef-Archäologin Anja Grothe war ausgerückt, um anstehende Bauarbeiten vorzubereiten und im Untergrund nach Relikten aus der Vergangenheit zu suchen. Die Forscher und Forscherinnen rechneten vor allem mit Mauerstrukturen und Haushaltsmüll, legten dann aber bei Temperaturen um den Nullpunkt auch die Überreste von sechs Menschen frei, darunter ein Kind und eine junge Frau.
Die Gebeine, die Hinweise auf stumpfe Gewalt aufwiesen, stammten aus dem späten 17. Jahrhundert und lagen direkt an den Trümmern einer alten Gartenmauer. In dem Viertel standen damals viele Wohnhäuser; vermutlich waren die einzelnen Parzellen sichtgeschützt, etwa durch hohe Holunder- oder andere Büsche. »Wir waren uns schnell einig, dass wir etwas gefunden hatten, das eigentlich für immer geheim bleiben sollte«, sagt Grothe, die mittlerweile Leiterin des Stadtmuseums in Brandenburg an der Havel ist.
Düstere Geheimnisse
Guido KleinhubbertPreisabfragezeitpunkt
17.12.2025 15.27 Uhr
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