Sinkende schulische Leistungen, weniger Lebenszufriedenheit und wachsende soziale Ungleichheit: Eine neue Unicef-Studie zeigt, dass es Kindern in Deutschland im Vergleich mit anderen Industrieländern nicht besonders gut geht. Das Wohlbefinden reicht nur für Platz 25 von 37 bewerteten Ländern.
Auf den ersten Plätzen liegen die Niederlande, Dänemark und Frankreich. Aber auch in einigen Ländern mit deutlich geringerer Wirtschaftskraft wachsen Kinder demnach insgesamt unter besseren Bedingungen auf, etwa in Rumänien (Platz neun) und Ungarn (Platz zehn). So erreichen beispielsweise nur noch 60 Prozent der Kinder in Deutschland grundlegende Kompetenzen in Lesen und Mathematik.
»Das ist kein Ausrutscher, sondern das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse in der Bildungs- und Sozialpolitik«, sagt Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschüler*innenkonferenz: »Viele Kinder erleben täglich Leistungsdruck, psychische Belastung und fehlende Chancengerechtigkeit.«
Kathinka Beckmann erforscht als Professorin an der Hochschule Koblenz die Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
