Seit Jahrzehnten brüllt in Tausenden Filmvorspännen des Hollywoodstudios Metro-Goldwyn-Mayer ein Löwe in die Kamera. »Roarrr!«, sagt die Riesenkatze, jetzt kommt gleich ganz großes Kino. In der Komödie »Glennkill«, produziert vom heute zu Amazon gehörenden Studio MGM, ist statt des brüllenden Löwen ein blökendes Schaf zu sehen – und liefert mit diesem Scherz schon in den ersten Filmsekunden eine Vorahnung über die Humorliga, in der dieser »Schafskrimi« spielt. Hier wird mit derart schamlos blöden Einfällen geklotzt, dass sich selbst prinzipiell übellaunige Menschen vor Lachen kringeln dürften.
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»Glennkill«, besetzt mit Hugh Jackman und sehr vielen fast echten Schafen, ist eine britisch-amerikanische Produktion, die auf dem Buch einer deutschen Autorin beruht. Sie schreibt unter dem Pseudonym Leonie Swann und hat 2005 den gleichnamigen, in 25 Sprachen übersetzten Roman veröffentlicht. Buch und Film handeln vom gewaltsamen Tod eines irischen Schäfers – und davon, wie die Herde den Mord an ihrem Hüter aufklärt.
Jackman verstrahlt in der Rolle des Schäfers George, der seinen Schafen jeden Abend aus Krimis vorliest, eine ebenso vergnügte wie verstrubbelte Liebenswürdigkeit. Anders als das Kinopublikum kann er die Sprache der Tiere nicht verstehen, während sie aufgekratzt und kriminalistisch kompetent darüber diskutieren, welche Figuren in den Mord- und Totschlagsgeschichten nun die Verbrecher sind.
