Es ist erstaunlich. Seit Manuel Neuer sein Bundesligadebüt feierte, sind bald 20 Jahre vergangen; zwei Jahrzehnte, in denen er dauerpräsent war, vor allem als Bayern-Torwart und DFB-Keeper. Und doch weiß man bemerkenswert wenig darüber, wie er tickt und was ihn eigentlich antreibt.
Einen seltenen Einblick gab im März sein Trainer.
Auf einer Pressekonferenz sprach Vincent Kompany über den enormen Hunger seines Torhüters. Kompany, 40, verwies darauf, dass er und Neuer gleich alt seien. Er selbst beendete seine Karriere vor gut sechs Jahren. Was ihn besonders beeindrucke, sagte Kompany, sei die Art und Weise, wie Neuer sich »mental immer wieder aufs Neue motiviert.«
Max Eberl
Es darf also niemanden überraschen, dass Neuer seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim FC Bayern München um ein Jahr verlängern wird. Offiziell ist der Deal zwar noch nicht, »wir reden« und »es sieht gut aus«, sagte Sportchef Max Eberl am Vormittag. Dabei ist bereits hinter den Kulissen zu hören: Die Übereinkunft ist längst beschlossen.
Sie muss nur noch verkündet werden. Das letzte Bundesligaspiel, am Samstag daheim gegen Köln, oder die Meisterfeier am Sonntag wären da hübsche Anlässe.
Neuer beendet also nicht seine herausragende Karriere. Er hat noch nicht genug.
Möglicherweise gilt das sogar auch für die Nationalmannschaft.
