SpOn 13.05.2026
04:11 Uhr

(+) ESC-Halbfinale 1: Finnland, Griechenland und Island weiter, Boy George draußen


Die Topfavoriten haben das Semifinale beim Eurovision Song Contest überstanden. Sarah Engels durfte vor Livepublikum proben, das Moderationsduo witzelte müde, und ein Protestrufer gegen Israel wurde aus der Halle geschafft.

(+) ESC-Halbfinale 1: Finnland, Griechenland und Island weiter, Boy George draußen

Rund um die Wiener Stadthalle war am Dienstagabend eine Mütze mit stilisierten Katzenohren und der Aufschrift »Ferto« ein oft zu sehendes Modeaccessoire. Sicher, sie wärmte auch, schließlich haben die Eisheiligen in der österreichischen Hauptstadt ziemlich zugeschlagen. Aber vor allem war sie ein Zeichen dafür, dass der Beitrag Griechenlands zum Eurovision Song Contest 2026 sich wirklich zu einem ernst zu nehmenden Siegkandidaten entwickelt hat.

Dabei erscheint der Auftritt des 27-jährigen Akýlas Mytilinaíos erst mal wie eine knallbunte Überforderung: Im Raubkatzenkostüm (mit Mütze) tigert der Sänger über die Bühne, auf der LED-Wand ist sein Kopf in 8-Bit-Optik stilisiert als Jackpot eines Glücksspielautomaten. Der Akýlas auf der Bühne düst auf einem E-Roller los, trifft seine Oma (auch mit Mütze), eine griechische Statue und einen Goldbarrenmann, bevor das musikalische Break einsetzt, das dem ganzen Spektakel einen Sinn verleiht.

Akýlas mit Oma und Statue: Botschaft Konsumkritik

Akýlas mit Oma und Statue: Botschaft Konsumkritik

Foto: Hannibal Hanschke / EPA

»Ferto«, so der sehr oft gesungene Songtitel, bedeutet auf Deutsch »Bring’s«, und in den hektischen ersten gut zwei Minuten fordert Akýlas alle möglichen Luxusdinge ein, »Rally cars, yacht with stars«, goldene Uhren, so was. Doch dann schlägt der Song kurz in eine Ballade um, der Gierige wird gefühlig und gesteht ein: »Ich kaufe Dinge, um die Lücken in unserem Leben zu schließen«.

Konsumkritik, das ist Botschaft genug, um auch den Jurys aus Musikprofis einzuleuchten, die die Hälfte der Punkte beim ESC vergeben dürfen. Die andere Hälfte kommt vom TV-Publikum, und das dürfte Akýlas mit seinem hyperenergischen Auftritt sowieso begeistern.

»Flammenwerfer« gegen »Fire«

Natürlich war der griechische Beitrag einer von den zehn Songs, die sich am Ende des ersten Halbfinales zum Eurovision Song Contest fürs Finale am Samstag qualifiziert haben – wie auch der andere Topfavorit aus Finnland. Seit Monaten führten Linda Lampenius und Pete Parkkonen die Wettquotenlisten der Buchmacher an, auch wenn Griechenland zuletzt näher gekommen ist.

Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+

Sie haben bereits ein Digital-Abo? Zum Login

SPIEGEL plus Nur für Neukunden
Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App
Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter
Jederzeit kündigen
SPIEGEL plus 52 Wochen 25 % sparen
Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App
Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter
52 Wochen rabattierte Laufzeit

Sie haben bereits ein Print-Abo? Hier rabattiert Digital-Zugang bestellen

Jetzt Artikel freischalten:

Sie haben bereits ein Digital-Abo?

SPIEGEL plus
Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de
Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper
Jederzeit kündbar
SPIEGEL plus
Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de
Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper
Jederzeit kündbar

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit ¤ ein Jahr zum Preis von zurzeit ¤. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.