Präsident Donald Trump und die Amerikaner feiern am 4. Juli den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten; sie könnten dabei ziemlich unter sich bleiben. Denn viele hochrangige ausländische Gäste haben sich für das große Ereignis bislang wohl nicht angekündigt. Zumindest nicht aus Europa. Vielleicht komme Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorbei, heißt es. Aber eben nur: vielleicht. Die deutsche Beteiligung an den Feierlichkeiten beschränkt sich nach den bisherigen Planungen auf einen Besuch des Marineschulschiffs »Gorch Fock« im Hafen von New York.
Ein ähnliches Bild könnte sich schon bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft bieten, die vom 11. Juni an auch in den USA ausgetragen wird.
Die USA sind in Europa und Deutschland derzeit nicht beliebt. Sogar der Kanzler, immerhin einst Chef des deutsch-amerikanischen Freundschaftsvereins Atlantik Brücke, blickt inzwischen sehr kritisch auf das Land. Er würde seinen Kindern derzeit davon abraten, in den USA eine Ausbildung zu machen und dort zu arbeiten, erklärte Friedrich Merz beim Katholikentag. Grund sei das »gesellschaftliche Klima«, das sich in den Vereinigten Staaten »plötzlich« entwickelt habe. Und: Die Berufsaussichten seien für die Bestausgebildeten schlecht. »Ich bin ein großer Bewunderer Amerikas, meine Bewunderung nimmt im Augenblick nicht zu«, sagte Merz.

