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02.10.2026
09:09 Uhr
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Wer sich früher Zucker leisten konnte, konnte sich dafür nicht leisten, die Zähne zu zeigen: zu schwarz und kaputt. Ein Problem für den eitlen Adel – bis eine Pariser Malerin das Bleaching mit dem Pinsel erfand.

Warum George Washington auf der Ein-Dollar-Note immer schaut, als ob er Zahnschmerzen hätte? Weil er Zahnschmerzen hatte. Korrekter: Kieferschmerzen. Eigene Zähne hatte er gar nicht mehr. Seine Prothesen bestanden zum Teil aus dem Gebiss eines Elchs und plagten ihn sichtlich auch in dem Moment, als er mit – hier passt der Begriff wirklich mal – gequältem Lächeln dem Maler Gilbert Stuart für sein Präsidentenporträt posierte.
Vom tropischen Luxusprodukt, gewonnen durch Sklavenarbeit, zum heimischen Massenkonsumgut: Wie der Zucker im 18. Jahrhundert in der höfischen Kultur aufkam – um bald alles zu versüßen.
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