SZ 16.12.2025
14:48 Uhr

Ukrainer: Wenig Hoffnung, viel Skepsis


Wie schauen die Ukrainer auf die aktuellen Verhandlungen über ein mögliches Kriegsende? Der Glaube an einen sicheren Frieden ist geschwächt, doch jeder zweite hofft noch auf Europas Stärke.

Ukrainer: Wenig Hoffnung, viel Skepsis
Nur jeder fünfte ukrainische Bürger vertraut noch auf den Beistand der USA. Menschen in einer Kiewer U-Bahn-Station während eines russischen Angriffs. (Foto: Dan Bashakov/AP/dpa)

Wenn er Nachrichten über angeblich bedeutende Fortschritte bei Gesprächen über ein mögliches Ende des Krieges hört, wird Maksym Jakowljew argwöhnisch. „Klar ist es erst einmal angenehm, solche Dinge zu hören“, sagt der Professor an der Abteilung für Internationale Beziehungen der Kiew-Mohyla-Akademie, einer führenden Forschungsuniversität in der Ukraine. „Aber wie wohl alle Ukrainer bin ich sehr skeptisch gegenüber jedem Verhandlungsprozess und jeden vermeintlichen Fortschritten. Vor allem, wenn die Nachrichten vom US-Sondergesandten Steve Witkoff kommen, der bisher in vielem eher ein Sympathisant Moskaus war.“

Der Sprecher des Kreml reagiert damit auf einen Vorstoß von Kanzler Merz. Auch mit Blick auf die überfallenen ukrainischen Gebiete ist Russland nicht zu Zugeständnissen bereit.

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