Es wird jetzt ein kleines bisschen wärmer in Washington. Das ist streng meteorologisch gemeint und bedient keine allfälligen Allegorien. Der harte, schmutzige Schnee bekommt wässerige Ränder; wenn man auf dem schmalen Sidewalk einer freundlichen Dame und ihren drei Hunden in den Grünstreifen ausweicht, bricht man mit Sicherheit durch die Schneeschicht und wird von der Frau mit einem pragmatischen „Oops“ belohnt. Es ist aber immer noch kalt, und deshalb blicke ich morgens dem Jungen, der in die gleiche Schule geht wie meine Kinder, aber nicht einmal einen Bruchteil von deren Kleiderausstattung trägt, sehr lange nach. Der Junge hat jeden Morgen ein weißes Sommer-T-Shirt und eine blaue Turnhose an, die an seinen dünnen Beinen wie die Flagge eines noch nicht eingemeindeten Bundesstaats flattert.
