In nur wenigen deutschen Bundesländern gibt es so viel auf engem Raum zu sehen wie in Sachsen-Anhalt: Beeindruckende Natur im Nationalpark Harz, die Fachwerkstädte Wernigerode und Quedlinburg, die Lutherstadt Wittenberg oder das Bauhaus, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Doch nachdem die AfD bei der Landtagswahl die mit großem Abstand stärkste Kraft geworden ist, fragen sich manche potenziellen Gäste, ob sie das Bundesland künftig noch besuchen wollen. In den vergangenen Jahren lag die Übernachtungszahl in Hotels und anderen Herbergen in Sachsen-Anhalt deutlich über der acht-Millionen-Marke, wobei der überwiegende Teil der Touristen aus dem Inland kam und im Schnitt 2,4 Tage blieb. Im vergangenen Jahr erzielte die Branche einen Gesamtumsatz von rund 3,6 Milliarden Euro.
