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05.10.2026
12:30 Uhr
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Etwa 300 Euro kostete ein Ticket hierzulande zuletzt im Durchschnitt – die Preissteigerung liegt deutlich über der sonstigen Inflation. Außerdem beklagt die Branche den Bedeutungsverlust deutscher Flughäfen.

Ein Airbus im Anflug auf Frankfurt.
Sven Severing/Jan Huebner/Imago
Fliegen in und ab Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren massiv verteuert. Der durchschnittliche Ticketpreis hat sich zwischen 2010 und 2024 von knapp unter 150 Euro auf rund 300 Euro in etwa verdoppelt. Das geht es aus einer Untersuchung hervor, den der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag veröffentlicht haben.
Grund für die starke Preissteigerung, die deutlich über der allgemeinen Inflation liegt, sind laut den Studienautoren neben stark gestiegenen staatlichen Abgaben wie Luftverkehrsteuer, Luftsicherheitsabgaben und Flugsicherungsgebühren auch höhere Personal- und Betriebskosten.
Die Flugtickets in Deutschland sind dabei stärker im Preis gestiegen als in anderen Ländern. Für Europa insgesamt beträgt das Plus im Zeitraum von 2010 bis 2024 lediglich etwa 35 Prozent. Die Ticketpreise hätten dabei von durchschnittlich fast 250 Euro auf knapp 340 Euro zugelegt. „Der Report zeigt eine schleichende Abkopplung Deutschlands vom internationalen Luftverkehr“, sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Für eine Exportnation sei das ein ernstes Standortproblem.
Die Branche beklagt schon lange, dass sich die Passagierströme auf Langstreckenverbindungen zunehmend auf Drehkreuze in Istanbul oder in der Goldregion verlagern. Große deutsche Flughäfen verlören dabei an Bedeutung.
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