SZ 14.01.2026
12:08 Uhr

Statistisches Bundesamt: Fertiggerichte werden beliebter


Ein Plus von 25 Prozent innerhalb von fünf Jahren verzeichnen die Statistiker. Bemerkenswert: Trotzdem wenden die Menschen nicht weniger Zeit fürs Kochen auf.

Statistisches Bundesamt: Fertiggerichte werden beliebter
Ravioli mit Tomatensoße: Ein Klassiker des Convenience Food, wie Fertiggerichte unter Fachleuten auch genannt werden. (Foto: Bernd Weißbrod/dpa)

Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland ist innerhalb von fünf Jahren stark gestiegen. 2024 wurden 1,7 Millionen Tonnen im Wert von 5,9 Milliarden Euro hergestellt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2019 waren ‍es noch 1,4 Millionen Tonnen Fertiggerichte im Wert von 4,1 Milliarden Euro. Das bedeutet einen mengenmäßigen Anstieg von fast 26 Prozent, wertmäßig legte die Produktion um gut 45 Prozent zu. Auch 2025 setzte sich der Trend fort. In den ersten drei Quartalen wurden laut den Statistikern ⁠Fertiggerichte im Wert von 4,5 Milliarden Euro hergestellt, ein Anstieg ‌von fast drei Prozent zum Vorjahreszeitraum. Mengenangaben sind noch nicht verfügbar.Insbesondere bei Nudelgerichten ist die Entwicklung markant. Hier gab es seit 2019 einen mengenmäßigen Zuwachs von mehr als 56 Prozent. Bei Fleischgerichten gab es ein Plus von gut 43 Prozent, bei Gemüsegerichten einen kleinen Anstieg von etwa sieben Prozent in der Menge. Lediglich bei Fischgerichten hat das Produktionsvolumen abgenommen, um sieben Prozent. Obwohl das Angebot an Fertiggerichten zugenommen ‍hat, verbringen Menschen in Deutschland nicht weniger Zeit mit der Essenszubereitung als früher. 41 Minuten täglich wenden Menschen ab zehn Jahren demnach im Schnitt für das Kochen und die damit verbundene Küchenarbeit auf, wie aus statistischen Daten im Jahr 2022 hervorgeht. Zehn Jahre zuvor war die Dauer fast identisch (40 Minuten). Dabei ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern groß: Während ‍Frauen im Schnitt 53 Minuten täglich mit Kochen, Backen, Tischdecken und Geschirrspülen ⁠zubrachten, waren es bei Männern täglich 29 Minuten. Zehn Jahre zuvor war der Geschlechterunterschied mit 55 zu 24 Minuten noch größer.

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