SZ 20.01.2026
12:14 Uhr

Smartphones: So überstehen Handys die winterliche Kälte


Smartphones sind empfindlich: Wie man Akku und Gerät heil durch die Tage mit Minustemperaturen bringt – und was man dringend lassen sollte.

Smartphones: So überstehen Handys die winterliche Kälte
Am besten gleich wieder wegpacken: Die Akkus von Smartphones leiden bei Kälte. (Foto: Bernd Diekjobst/dpa)

In einem Punkt sind Smartphone-Akkus Menschen nicht unähnlich. Sie haben einen Temperaturbereich, in dem sie sich wohlfühlen. Und alles darüber oder darunter verringert ihre Leistungsfähigkeit oder schadet ihnen sogar dauerhaft. Warum Handy-Akkus keine Kälte mögen und wie sie Kälte gut überstehen.

Handy nah am Körper tragen

Dem Smartphone und seinem Akku tut es gut, wenn man es nahe am Körper trägt und es durch dessen Wärme nicht zu sehr auskühlt. Es dauert dann zwar womöglich etwas länger, das Handy etwa beim Skifahren oder beim Winterspaziergang fürs obligatorische Selfie aus der Innentasche zu fummeln. Doch der Akku dankt es und hält länger durch. Das Smartphone nicht zu lange in der Kälte lassen, bei längeren Telefonaten Kopfhörer nutzen – dann kann das Handy währenddessen in der Innentasche bleiben.

Warum Akkus bei Kälte schwächeln

Smartphone-Akkus arbeiten mit Lithium-Ionen, die in einer Elektrolyt-Flüssigkeit oder einem Gel von einem Pol zum anderen wandern. Je kälter die Flüssigkeit, desto langsamer die Bewegung der Ionen. Wird es zu kalt, kann der Akku nicht mehr genug Leistung bringen, um das Smartphone zu betreiben.

Kalte Akkus nicht sofort aufladen

Die Versuchung kann groß sein: Ist das Smartphone wegen eines zu kalten Akkus ausgegangen, möchte man es sofort wieder aufladen, sobald es die Möglichkeit dazu gibt. Das aber ist keine gute Idee. Sie ist sogar so schlecht, dass Smartphones davor warnen, wenn man es versucht. Diese Warnung sollte man unbedingt ernst nehmen, es drohen dauerhafte Schäden am Akku. Gleiches gilt natürlich auch für Powerbanks, nur ist der materielle Schaden, sollte die den Geist aufgeben, weniger groß als bei einem Smartphone.

Vorsicht, Kondenswasser

Dagegen, ein unterkühltes elektronisches Gerät sofort aufzuladen oder in Betrieb zu nehmen, spricht auch noch etwas anderes. Durch den großen Temperaturunterschied kann sich Kondenswasser bilden und die empfindliche Elektronik beschädigen. Das Handy also lieber zunächst im Warmen akklimatisieren lassen und erst dann wieder ans Ladegerät hängen.

Handy nicht im Auto liegen lassen

Geräte mit Akkus sollte man nicht bei großer Kälte im Auto liegen lassen, zumal wenn dieses auch noch im Freien abgestellt ist. Es drohen Schäden am Akku und an der Elektronik, die nicht für solche Extrembedingungen ausgelegt ist. Die Chips und die Elektronik in Autos dagegen müssen härtere Anforderungen erfüllen und werden auch bei Kälte und großer Hitze getestet.

Heizung und Föhn sind tabu

Wer es nicht erwarten kann, sein kaltes Smartphone wieder zu nutzen, könnte auf die Idee kommen, es mit einem Föhn zu erwärmen oder es auf die Heizung zu legen. Das aber ist eine schlechte Idee: Der abrupte Temperaturwechsel schadet den empfindlichen Akkuzellen.

Wärmepads können helfen

Wärmepads, die man sonst etwa in Handschuhe steckt, können auch dabei helfen, Smartphones in ihrer Wohlfühltemperatur zu halten. Nur übertreiben sollte man es nicht. Auch zu große Wärme schadet den Akkus und verringert ihre Lebensdauer. Deshalb gilt auch im Sommer: Akkus nicht in der Sonne oder gar im heißen Auto liegen lassen. Die ideale Betriebstemperatur liegt zwischen zehn und 35 Grad Celsius, beim Laden zwischen zehn und 30 Grad. Soll ein Akku längere Zeit gelagert werden, übersteht er das am besten, wenn er nur etwa halb voll ist.

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