SZ 14.12.2025
14:41 Uhr

Skifahrerin Emma Aicher: Angekommen in der Weltspitze


Mit ihrem Abfahrtssieg in St. Moritz beweist Emma Aicher, dass sie um die großen Titel mitfährt. Dabei unterscheidet sie sich in ihrer Art deutlich von Konkurrentinnen wie Lindsey Vonn oder Sofia Goggia.

Skifahrerin Emma Aicher: Angekommen in der Weltspitze
Die Sonne lacht mit: Am Samstag war Emma Aicher noch hocherfreut zu sehen in St. Moritz, nachdem sie die Abfahrt gewonnen hatte. (Foto: Jean-Christophe Bott/Keystone/dpa)

Am Sonntag, nach 14 Sekunden Fahrt, bekam Emma Aicher eine Warnung, die noch viel wert sein könnte. Der lange Super-G von St. Moritz ist einer der anspruchsvollsten der Saison, mit engen Kurven, vielen Wellen und hoher Geschwindigkeit. Der Startabschnitt allerdings ist eher unscheinbar, solange man nicht eine kleine Welle übersieht, wie Aicher: Die 22-Jährige verlor das Gleichgewicht und fand sich kurz darauf im Schnee in der Schweizer Sonne wieder, die Skier auf dem Rücken und das Gesicht zwischen den Armen vergraben.

Emma Aicher  rast bei der WM-Abfahrt mit der höchstmöglichen Startnummer 30 auf Rang sechs und verpasst knapp die erste deutsche Medaille. Was wäre, wenn sie mehr Losglück gehabt hätte? Über eine Frau, die auf Jammerei verzichtet.

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