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01.01.2026
15:59 Uhr
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Welche Erkenntnisse gibt es zur Unglücksursache und den Opfern und wie ist die Lage jetzt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Bei einem Brand in einer Bar in der Schweiz hat es in der Silvesternacht Dutzende Tote gegeben. Mehr als 100 Menschen sollen zum Großteil schwer verletzt worden sein, darunter nach Medienberichten viele junge. Die Behörden gehen aktuell von einem Brand aus. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Katastrophe in Crans-Montana.
In der Silvesternacht ist es in dem Schweizer Ferienort im Kanton Wallis gegen 1.30 Uhr zu einem schweren Brand in der Bar „Le Constellation“ gekommen. Diese hatte nach eigenen Angaben eine Kapazität von 300 Plätzen. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus.
Das Feuer ist ersten Erkenntnissen zufolge nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Der Brand habe eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Anwohner hatten von einer Explosion berichtet.
Schweizer Medien berichten von einem sogenannten „Flashover“. Damit ist ein plötzlicher Vollbrand gemeint, der aus einem entstehenden Brand hervorgeht. Alle brennbaren Oberflächen in einem Raum entzünden sich dann gleichzeitig. Infolgedessen soll es zu einer oder mehrerer Explosionen gekommen sein.
Was den Brand verursacht hat, ist weiter unklar. Ob bauliche, sicherheitstechnische oder organisatorische Mängel in der Bar eine Rolle gespielt haben, ist ebenfalls offen.
Nach Polizeiangaben sind bei dem Feuer Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere seien zum Großteil schwer verletzt worden, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Spekulationen, wonach etwa 40 Menschen gestorben sein könnten, wollten die Behörden nicht kommentieren.
Dem Schweizer Sender SRF sagte der Leiter für Helikopter-Einsätze der Rettungsflugwacht (Rega) in Zürich, Philipp Simmen: „Es zeichnete sich ab, dass es auch eine Vielzahl an jungen Patientinnen und Patienten darunter hat.“ Es seien auch Patienten ins Kinderkrankenhaus von Zürich geflogen worden.
Da Crans-Montana Gäste aus aller Welt habe, seien „wahrscheinlich“ Ausländer unter den Opfern, sagte Polizeichef Gisler. Über die Feiertage ist der mondäne Skiort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10 000 Einwohner kommen etwa 2600 Hotelbetten und Hunderte Ferienwohnungen. Der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, geht davon aus, dass es wohl wegen der schweren Verletzungen Wochen dauern werde, die Opfer des Brandes zu identifizieren.
Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Der Schweizer Tages-Anzeiger zitiert einen Arzt, demzufolge die Krankenhäuser in der Gegend mit Brandopfern überlastet sind.
Der Schweizer Tages-Anzeiger berichtet, dass Verletzte auch in das Züricher Universitätsklinikum ausgeflogen würden. Dort befindet sich laut dem Bericht eines der zwei Zentren für Brandverletzte in der Schweiz – das andere ist in Lausanne. Marcel Schlatter, der Sprecher der Uniklinik, bestätigt gegenüber dem Tages-Anzeiger, dass derzeit mehrere Schwerverletzte aus Crans-Montana im Uniklinikum behandelt würden.
Auch Augenzeugen in Genf berichteten, dass am Universitätsspital alle paar Minuten Nothubschrauber landeten. Der Skiort ist gut 100 Kilometer Luftlinie von Genf entfernt. Beim Ausfliegen der Verletzten bekommen die Schweizer Behörden Unterstützung vom Zivilschutz des Aostatals – eine italienische Region an der Grenze zur Schweiz. Der Polizei zufolge ist das Gebiet um den Ferienort vollständig gesperrt. Zudem wurde ein Überflugverbot über Crans-Montana verhängt.
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