SZ 05.12.2025
15:39 Uhr

Schulstreik: „Wir müssen deren Rente zahlen – und jetzt noch für sie kämpfen?“


Bundesweit demonstrierten Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst. Unterstützt werden sie von Sahra Wagenknecht und der Linken.

Schulstreik: „Wir müssen deren Rente zahlen – und jetzt noch für sie kämpfen?“

Eigentlich würden sie jetzt im Geografie-Unterricht sitzen, erzählen die beiden Zehntklässler. Doch an diesem Freitagmorgen haben sie sich zum Alten Markt in Potsdam aufgemacht. Sie demonstrieren dort gegen die Reform des Wehrdienstes, die der Bundestag an diesem Freitag mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD beschlossen hat. Schätzungsweise mehr als 1000 weitere junge Menschen haben sich bei drei Grad und Nieselregen in der Potsdamer Innenstadt eingefunden. Ihre Sorge? Doch zur Bundeswehr und womöglich sogar in den Krieg zu müssen, wenn sich nicht genug Freiwillige zum Dienst melden. „Ich habe das Gefühl, dass es am Ende eine Wehrpflicht gibt. Und ich mache mir Sorgen um meinen 13-jährigen Bruder“, sagt eine 16-jährige Teilnehmerin.

Von Anfang 2026 an bekommen junge Männer und Frauen Post von der Bundeswehr. Wie läuft die Musterung ab? Was verdienen Wehrdienstleistende? Und was passiert, wenn es zu wenig Freiwillige gibt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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