SZ 09.02.2026
17:10 Uhr

Rüstungsindustrie: „Nationale Souveränität können wir uns in der Verteidigung nicht mehr leisten“


Europa investiert Milliarden in seine Aufrüstung, um sich verteidigen zu können. Eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger kommt nun zu dem Ergebnis: Jetzt muss das Geld nur noch richtig eingesetzt werden.

Rüstungsindustrie: „Nationale Souveränität können wir uns in der Verteidigung nicht mehr leisten“
Ein sogenannter Launcher des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM: Ohne modernste Hochleistungsradare würde es nicht gehen. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Der Moment, in dem das Militärische in die Küche kam, ist heute noch ziemlich gut dokumentiert. Eigentlich hatte Percy LeBaron Spencer aus West Newton, Massachusetts, ganz andere Pläne auf dem Tisch. Er saß in einem militärischen Forschungslabor der US-Firma Raytheon, um elektronische Röhren, die Mikrowellen erzeugten, für Radarsysteme zu testen. Ziel war unter anderem, nach neuen Technologien zur Überwachung feindlicher Kriegsflugzeuge zu forschen. Der Zweite Weltkrieg war gerade vorbei, dafür zog der Kalte Krieg mit voller Wucht auf. Forschungslabore, in denen es um modernere Waffensysteme ging, hatten Hochkonjunktur. Anfang 1950 endeten Spencers Versuche mit einem Patent mit der Nummer 2495429. Und einem Gerät, mit dem Speisen mithilfe von Mikrowellenstrahlung erhitzt werden können. Die „Mikrowelle“ war geboren. Sie hatte zwar wenig mit Feindüberwachung zu tun, war aber auch ganz brauchbar.

Generalmajor Michael Traut ist bei der Bundeswehr für die Weltraumsicherheit verantwortlich. Ein Gespräch über Machtkämpfe im Orbit, römische Gladiatoren und warum Deutschland nun auch verstärkt im All verteidigt werden soll.

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