SZ 07.12.2025
12:20 Uhr

Rücksichtslose Alpinisten: Zerstörungswut in den Bergen


Nothütten im Hochgebirge können Leben retten. Doch immer öfter missbrauchen Bergsteiger sie als kostenlose Schlafmöglichkeit oder gar als Partyzone. Das kann für jene gefährlich werden, die wirklich Schutz suchen.

Rücksichtslose Alpinisten: Zerstörungswut in den Bergen

Gerade hat es wieder die Alpenvereins-Sektion München und Oberland erwischt. Dabei ist der Winterraum ihrer Stüdlhütte am Großglockner eigentlich geschlossen, seit vor fünf Jahren jemand eine Gaskartusche zu nah am Ofen gelagert hat. Die Explosion hat damals auch das Dach beschädigt, seither sammelt die Sektion das Geld, um den Winterraum gründlich zu restaurieren. Bis dahin hat sie ihn nur als Notraum eingerichtet, und speziell im Winter kann die Not da droben auf über 2800 Metern so groß werden. Das hält manche Bergsteiger dort und anderswo in den Bergen aber offenbar nicht davon ab, solche Räume rücksichtslos zuzumüllen und zu zerstören.

Für das scheinbar ewige Eis auf Bayerns Bergen ist nach Ansicht des Glaziologen Wilfried Haeberli längst alles zu spät - zwei Gletscher werden wohl schon recht bald verschwinden. Doch ihr Verschwinden kann den Menschen noch einen letzten Dienst erweisen.

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