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02.12.2025
19:04 Uhr
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Der Kanzler erinnert die Abgeordneten der Unionsfraktion in einer dramatischen Sitzung an die Weltlage und an ihre Verantwortung. Bei vielen stößt das auf Zustimmung, aber reicht es für eine Mehrheit?

„In dieser Lage muss eine Regierung, muss ein Parlament liefern“, sagt der Unionsfraktionschef: Jens Spahn (re.) mit Kanzler Friedrich Merz vor der Fraktionssitzung am Dienstag. (Foto: Nadja Wohlleben/Getty Images)
Normalweise ist der Weg in den Bundestag für Friedrich Merz ein kurzer. Zwischen Kanzleramt und Reichstagsgebäude liegen nur ein paar Hundert Meter. Diesmal war die Anreise etwas länger. Am Dienstagvormittag stattete der Bundeskanzler Thüringen einen Antrittsbesuch ab; nach Berlin beförderte ihn ein Hubschrauber. Merz bot das Gelegenheit, die Dinge noch einmal von oben betrachten, was dann auch genau die Botschaft für eine Fraktionssitzung ist, die ein Hauch von Schicksalsentscheidung umweht. Es geht ums Raketenpaket, das Merz am Freitag unbedingt durch den Bundestag bringen will. Sollte das misslingen, wird es schwer, sich noch eine lange Zukunft der schwarz-roten Koalition vorzustellen. Das ist die Flughöhe an diesem Tag.
Wenn sich der Kanzler von seinen Affekten leiten lässt, geht das schon mal schief. Mit unabsehbaren Folgen, wie die Debatten der vergangenen Wochen zeigen. Vom Wert der emotionalen Intelligenz.
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