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17.01.2026
11:08 Uhr
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Das Unternehmen kauft auch die Biermarken „Bischofshof“ und „Weltenburger“ von der Regensburger Brauerei Bischofshof, die Ende des Jahres geschlossen wird.

Ende 2026 wird die Regensburger Brauerei Bischofshof geschlossen. Die Familienbrauerei Schneider Weisse aus dem nahe gelegenen Kelheim übernimmt die Rechte an den beiden Biermarken „Bischofshof“ und „Weltenburger“ und wird auch die Klosterbrauerei im bayerischen Weltenburg weiter betreiben. Das haben Beteiligte in einer gemeinsamen Mitteilung angekündigt. Laut den Betreibern ist die Klosterbrauerei in Weltenburg die älteste der Welt. Die Regionalpresse spricht von einem „Paukenschlag“.
„Fakt ist: Auf uns alleine gestellt, war ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Marken nicht mehr möglich“, schreibt die Geschäftsführung von Bischofshof und Weltenburger. Die Zerschlagung durch einen Investor „ohne Bezug zur Region“ habe man dank Schneider Weisse verhindern können. Gemeinsam habe man eine „bayerische Lösung“ gefunden und bayerische Brautradition bewahren können. Die Brauereien kooperieren schon länger. Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.
Die Zusammenlegung hat aber auch eine harte Konsequenz für Mitarbeiter am Standort Regensburg: Hier wird von Ende 2026 an kein Bier mehr gebraut, etwa 60 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. Die Geschäftsführung kündigt sozialverträgliche Lösungen und Vermittlungen in andere Betriebe der Getränkebranche an. Die Flaute am Biermarkt bringt zunehmend kleine Traditionsbrauereien in Bedrängnis. Der deutsche Biermarkt hat binnen 15 Jahren rund ein Viertel seines Absatzes verloren.
Die kleine Braustätte im Kloster Weltenburg mit ihren 21 Mitarbeitern soll hingegen erhalten bleiben. Damit zeigt sich laut Zeitungsberichten auch der Abt des Klosters, Thomas Maria Freihart, zufrieden. Insgesamt gibt es in Deutschland nur noch etwa zehn echte Klosterbrauereien. In Weltenburg am Donaudurchbruch wird seit dem Jahr 1050 Bier gebraut.
Eine Hymnenpflicht beim Schulabschluss? Grundsätzlich hätten bayerische Schülerinnen und Schüler gar nichts gegen das Singen. Aufzwingen lassen will man sich die Heimatliebe aber nicht.
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