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14.12.2025
13:45 Uhr
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Nach dem Angriff auf ein jüdisches Lichterfest in Sydney reagiert Israel mit Schärfe. Andere Politiker und Organisationen drücken ihre Bestürzung über die Tat aus.

Der israelische Staatspräsident Izchak Herzog hat nach den Schüssen an Sydneys Bondi Beach von einem Anschlag auf die jüdische Gemeinde gesprochen. „In genau diesen Momenten sind unsere Schwestern und Brüder in Sydney, Australien, von abscheulichen Terroristen angegriffen worden – bei einem äußerst grausamen Angriff auf Juden, die sich versammelt hatten, um am Bondi Beach die erste Chanukka-Kerze zu entzünden“, sagte Herzog nach Angaben seines Büros in Jerusalem. „Das Herz der gesamten Nation Israel setzt in diesem Augenblick einen Schlag aus.“
Der Präsident sagte weiter: „Wir wiederholen unsere Warnungen immer wieder gegenüber der australischen Regierung, um Maßnahmen einzufordern und gegen die enorme Welle des Antisemitismus zu kämpfen, die die australische Gesellschaft heimsucht.“
Der israelische Außenminister Gideon Saar reagierte mit scharfer Kritik an der australischen Regierung. „Ich bin entsetzt über den mörderischen Schussangriff bei einer Chanukka-Veranstaltung in Sydney, Australien“, schrieb er auf X. „Dies sind die Folgen der antisemitischen Randale auf den Straßen Australiens in den vergangenen zwei Jahren, die durch die antisemitischen und aufrührerischen Aufrufe ‚Globalisiert die Intifada‘ vorangetrieben wurde, die man heute umgesetzt hat“, sagte Saar. Mit Intifada sind zwei Palästinenseraufstände gegen die israelische Besatzung gemeint, bei denen in der Vergangenheit auch zahlreiche Israelis bei Terroranschlägen getötet worden waren. Der israelische Außenminister forderte: „Die australische Regierung, die unzählige Warnsignale erhalten hat, muss endlich zur Vernunft kommen!“
Der Zentralrat der Juden in Deutschland rief zur Solidarität auf. „We stand with Sydney“, heißt es in Sozialen Medien neben einem Bild mit einer brennenden Kerze. „Unsere Gedanken sind in Sydney. Berichte über eine Schießerei in Bondi Beach haben viele Menschen erschüttert“, so der Zentralrat weiter: „Noch sind die Hintergründe unklar. In diesen schweren Stunden sind wir in Gedanken bei den Betroffenen, den Verletzten und den Angehörigen der Opfer.“
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat sich „zutiefst erschüttert“ gezeigt. „Wir stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaften weltweit“, sagte der Präsident der Gesellschaft, Volker Beck, laut einer Mitteilung. „Auch wenn viele Hintergründe noch ermittelt werden müssen, steht eines bereits fest: Antisemitismus tötet.“ „Wer jüdische Feiern, jüdische Einrichtungen und Jüdinnen und Juden terroristisch angreift, handelt aus antisemitischer Motivation.“
Die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin teilte mit: „Dieser feige Akt der Gewalt richtet sich nicht nur gegen die jüdische Gemeinschaft, sondern gegen die grundlegenden Werte von Frieden, Religionsfreiheit und Menschlichkeit.“ Die Jüdische Gemeinde Berlin lädt für 17.30 Uhr zum Solidaritätsgebet ans Brandenburger Tor.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) schrieb auf X, er sei zutiefst erschüttert über den Terroranschlag, einem „Akt des Hasses, der sich am ersten Tag von Chanukka gegen alle Jüdinnen und Juden weltweit richtet“.
Bildungsministerin Karin Prien, die selbst jüdische Wurzeln hat, schrieb auf X: „Trauer und Verzweiflung über die aufgehende Saat des antisemitischen Hasses, der unschuldige, arglose Menschen beim Chanukka-Feiern trifft.“
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb in sozialen Netzwerken, sie sei schockiert über den Angriff und sende ihr Mitgefühl an die Familien und Angehörigen der Opfer. Europa stehe an der Seite Australiens und der jüdischen Gemeinschaften überall. „Wir sind vereint gegen Gewalt, Antisemitismus und Hass“, betonte sie.
Ähnlich äußerte sich auch EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Metsola schrieb zu einem Bild von einem Leuchter für das jüdische Lichterfest Chanukka: „Dieses Licht wird nicht erlöschen.“ Kallas erklärte: „Dieser abscheuliche Akt der Gewalt gegen die jüdische Gemeinschaft muss aufs Schärfste verurteilt werden.“
Die Polizei spricht von einem Angriff auf die jüdische Gemeinschaft von Sydney. Ziel war ein Chanukka-Fest an dem weltweit bekannten Strand der Stadt. Ein Täter ist tot, ein zweiter in kritischem Zustand.
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