SZ 03.03.2026
10:01 Uhr

Prozessbeginn in Neu-Ulm: Baby stirbt nach Hausgeburt ohne Arzt – zwei Frauen vor Gericht


Bei der Geburt daheim gab es Komplikationen, professionelle Hilfe war nicht dabei. Nun müssen sich die 30-jährige Mutter des Kindes und deren 58-jährige Mutter wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Prozessbeginn in Neu-Ulm: Baby stirbt nach Hausgeburt ohne Arzt – zwei Frauen vor Gericht
Ein Polizeiauto steht vor dem Eingang des Amtsgerichtes. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Aufgrund einer misslungenen Hausgeburt soll in Schwaben das Neugeborene zu Tode gekommen sein. Die 30 Jahre alte Mutter des Kindes sowie deren 58 Jahre alte Mutter müssen sich deswegen an diesem Dienstag vor dem Amtsgericht in Neu-Ulm wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

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Die beiden Frauen hatten laut der Anklage die Hausgeburt ohne ärztliche Hilfe geplant. Obwohl beim Einsetzen der Wehen bekannt war, dass das Kind in einer schwierigen Beckenlage war, sollen die Frauen weiter keinen Mediziner alarmiert haben.

Auch unmittelbar nach der Geburt des leblosen Säuglings sei keine Hilfe verständigt worden. Erst eine halbe Stunde später sei der Notarzt gerufen worden. Das Baby kam dann noch in eine Klinik, wo der kleine Junge aber am Folgetag starb.

Ein Juni-Feiertag, eine junge Familie bricht zum Ausflug auf. Am Ende ist ein Achtjähriger tot, seine Schwester schwerbehindert. Der Besitzer eines Grundstücks mit morschem Baum muss sich nun zum zweiten Mal vor Gericht verantworten.

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