SZ 19.01.2026
01:01 Uhr

Oxfam-Bericht: Die Superreichen werden reicher und gefährden die Demokratie


Die Organisation Oxfam verzeichnet eine massiv ansteigende Ungleichheit. Sie warnt, dass diese nicht nur zu mehr Armut führt, sondern auch demokratische Strukturen zerstört.

Oxfam-Bericht: Die Superreichen werden reicher und gefährden die Demokratie
Elon Musk, der reichste Mensch der Welt und sicher auch einer der umstrittensten. (Foto: Evelyn Hockstein/REUTERS)

Es sind eindrucksvolle Zahlen: „In vier Sekunden verdient Elon Musk, der reichste Mann der Welt, so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem Jahr.“ So steht es im aktuellen Ungleichheitsbericht, den die karitative Organisation Oxfam an diesem Montag veröffentlicht. Und darin gibt es weitere, nicht minder beeindruckende Zahlen: Im Jahr 2025 gibt es laut dem Bericht weltweit erstmals mehr als 3000 Milliardärinnen und Milliardäre. Diese Menschen besitzen zusammen 18,3 Billionen Dollar. Und selbst unter ihnen gibt es eine elitäre Minderheit: „Allein die zwölf reichsten Milliardäre der Welt besitzen mehr Vermögen als die ärmere Hälfte der Menschheit“, steht im Report. Umgekehrt besitzt die ärmere Hälfte der Menschheit laut Oxfam nur 0,52 Prozent des weltweiten Vermögens. Verschärft werde die Entwicklung dadurch, dass das Vermögen der sehr Reichen rasant wachse: Allein der Anstieg ihres Vermögens im vergangenen Jahr entspreche dem gesamten Vermögen der unteren Hälfte der Weltbevölkerung. Denn dieses Wachstum hat im Jahr 2025 dreimal so schnell zugenommen wie in den drei Jahren davor.

Das geht aus einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Laut Oxfam würde der jährliche Vermögenszuwachs ausreichen, um 3,8 Milliarden Menschen aus der Armut zu befreien.

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