SZ 31.01.2026
18:12 Uhr

Neuburg an der Donau: Riesengaudi bei 2,6 Grad Wassertemperatur


1850 Menschen kamen nach Neuburg, um in die eisige Donau zu steigen - nicht alle im schützenden Neopren. Doch das Donauschwimmen ist nicht nur ein großer Spaß.

Neuburg an der Donau: Riesengaudi bei 2,6 Grad Wassertemperatur

Gerade einmal 2,6 Grad Wassertemperatur konnten die rund 1850 Schwimmfans nicht bremsen. Beim traditionellen Donauschwimmen im oberbayerischen Neuburg stiegen sie dennoch in den Fluss. Die meisten der abgehärteten Schwimmer schützten sich allerdings mit Neoprenanzügen gegen die Kälte. Knapp 90 Unerschrockene stiegen nach Angaben der Veranstalter allerdings nur mit einfacher Badekleidung in die Donau. Diese Eisschwimmer mussten eine 400 Meter lange Strecke zurücklegen, die anderen schwammen vier Kilometer weit. Für die lange Strecke brauchten die schnellsten Teilnehmer etwa eine Stunde.

Das Donauschwimmen gilt als das größte Winterschwimmen Europas. Jedes Jahr kommen auch Teilnehmer aus anderen Ländern, um in die eisige Donau zu steigen.

Seinen Ursprung hat das frostige Vergnügen im Jahr 1970: Damals zeigten Taucher der Neuburger Wasserwacht bei einer Übung, dass sie auch im kalten Wasser Rettungseinsätze durchführen können. Bald darauf wurde daraus ein öffentliches Spektakel, und mit der Zeit nahmen immer mehr Menschen am Donauschwimmen teil.

Eisbaden und -schwimmen erfreut sich seit Jahren größter Beliebtheit in Bayern, egal ob organisiert oder privat. Eisschwimmer Sven Sudhoff erklärt hier, warum der Adrenalinschub im kalten Wasser so gut tut und in vielen Fällen förderlich für das Immunsystem ist. Christof Wandratsch hat schon zahlreiche Wettbewerbe im Eisschwimmen gewonnen, seit er vor mehr als zehn Jahren mit dem Sport begonnen hat. Für ihn ist der Gang ins kalte Wasser immer wieder ein „Wow-Gefühl“.

Der Freistaat hat eine Vielzahl von Seen, die nicht nur im Sommer die Schwimmer anlocken. Wo es im Winter besonders schön zum Eisbaden ist – eine Auswahl.

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