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07.01.2026
15:15 Uhr
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Die Operation erfolge wegen Verstößen gegen Sanktionen, teilt das Europa-Kommando der US-Armee mit.

Die USA haben einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker nach einer mehr als zweiwöchigen Verfolgungsjagd vor der Küste Islands beschlagnahmt. Der Zugriff im Nordatlantik sei wegen „Verstößen gegen US-Sanktionen“ erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit.
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Der russische Staatssender RT hatte zuvor berichtet, US-Kräfte hätten versucht, von einem Hubschrauber aus an Bord des Tankers Marinera zu gelangen, und veröffentlichte dazu ein entsprechendes Bild.
In der Nähe des Einsatzortes befänden sich ein russisches U-Boot und ein Kriegsschiff, sagten zwei US-Vertreter am Mittwoch. Der mit Venezuela in Verbindung stehende Tanker wurde demnach von der US-Küstenwache und dem US-Militär verfolgt. Das russische Außenministerium erklärte staatlichen Medien zufolge, das Schiff befinde sich in internationalen Gewässern und handele im Einklang mit dem internationalen Seerecht. Es forderte die westlichen Länder auf, das Recht des Schiffes auf freie Schifffahrt zu respektieren.
Der jetzigen Beschlagnahmung sei vorausgegangen, dass der Tanker, der ursprünglich den Namen Bella 1 trug, eine US-Seeblockade für sanktionierte Tanker durchbrochen habe. Zudem habe er sich den Versuchen der US-Küstenwache widersetzt, an Bord zu gehen, und sei seitdem unter russischer Flagge registriert. RT zitierte eine ungenannte Quelle mit den Worten, es sei bereits ein Versuch unternommen worden, den Tanker während eines Sturms zu kapern.
Führende venezolanische Vertreter bezeichneten die Gefangennahme Maduros als Entführung und warfen den USA vor, die riesigen Ölreserven des Landes stehlen zu wollen. Trump wiederum warf Venezuela vor, US-Öl gestohlen zu haben. Die US-Küstenwache hat zudem Medienberichten zufolge einen weiteren mit Venezuela in Verbindung stehenden Tanker in lateinamerikanischen Gewässern abgefangen.
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