SZ 25.01.2026
16:01 Uhr

Messe in Nürnberg: Wie geht es der deutschen Spielwarenbranche?


Playmobil ist seit Jahren in der Krise, andere Firmen hierzulande leiden unter der Konkurrenz aus China oder sind von Insolvenz bedroht. Aber manche Hersteller wie Simba Dickie expandieren auch – und profitieren von neuen Zielgruppen.

Messe in Nürnberg: Wie geht es der deutschen Spielwarenbranche?
Dass weniger Kinder geboren werden, drückt bei Spielwarenherstellern die Nachfrage. (Foto: Ardan Fuessmann/Imago)

Konsumfrust? Kaufzurückhaltung? Das Geld lieber sparen, man weiß schließlich nicht, was noch alles kommt? Das treffe auch die Spielwarenbranche und sei in Deutschland weitverbreitet, auch in einigen anderen Ländern Europas, aber definitiv nicht in den USA. „Der amerikanische Konsument ist da robuster“, sagt Florian Sieber. Er ist Chef des Unternehmens Simba Dickie, des mit Abstand größten Spielwarenherstellers hierzulande, der es auf etwa eine Milliarde Euro Umsatz pro Jahr bringt. 

In den USA allerdings ist das Familienunternehmen aus Fürth unterrepräsentiert, sagt Sieber. Der dortige Markt für Spielwaren ist doppelt so groß wie der europäische. Simba Dickie hat bislang etwa 150 Millionen Umsatz in den USA gemacht. Durch die Übernahme der etablierten und stark wachsenden US-Spielwarenfirma Sunny Days Entertainment dürfte sich dieser Wert nun in etwa verdoppeln. Für Simba Dickie ist es der zweite größere Zukauf innerhalb weniger Monate. Mitte des vergangenen Jahres übernahmen die Franken bereits die Mehrheit bei Sparks Deutschland, einem Hersteller von Rennauto-Modellen.

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