SZ 05.12.2025
11:21 Uhr

Landesverteidigung: Bundestag macht Weg für neuen Wehrdienst frei


Von Januar an müssen alle ab 2008 Geborenen einen Wehrdienst-Fragebogen ausfüllen, zudem kehrt die Musterung für Männer zurück. Die Grünen fordern, dass auch Ältere Wehrdienst leisten können.

Landesverteidigung: Bundestag macht Weg für neuen Wehrdienst frei
Verteidigungsminister Boris Pistorius und Bundeskanzler Friedrich Merz (hinten) vor der Sitzung im Bundestag, auf der der Wehrdienst beschlossen wurde. (Foto: Liesa Johannssen/REUTERS)

Nach monatelangen Debatten bekommt Deutschland von Anfang 2026 an einen neuen Wehrdienst. Der Bundestag votierte am Freitag mit den Stimmen von Union und SPD für diesen Dienst, mit dem Zehntausende neue Soldaten und Reservisten gewonnen werden sollen. Hintergrund sind die Spannungen mit Russland. Alle ab 1. Januar 2008 geborenen Männer und Frauen werden dafür angeschrieben und zu ihrer Bereitschaft für einen zunächst freiwilligen Dienst gefragt. Für den neuen Wehrdienst votierten 323 Abgeordnete, 272 stimmen dagegen, es gab eine Enthaltung. Grüne, Linke und AfD lehnten ihn aus unterschiedlichen Gründen ab.

Von Anfang 2026 an bekommen junge Männer und Frauen Post von der Bundeswehr. Wie läuft die Musterung ab? Was verdienen Wehrdienstleistende? Und was passiert, wenn es zu wenig Freiwillige gibt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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