SZ 04.12.2025
20:00 Uhr

Künstliche Intelligenz: Wie Chatbots Wähler beeinflussen


Intensive Konversationen mit Sprachmodellen können Menschen dazu bringen, ihre politische Meinung stark zu ändern. Werden KI-Chatbots zu einer Waffe im Wahlkampf?

Künstliche Intelligenz: Wie Chatbots Wähler beeinflussen

Der Wähler als solcher hat sich in zahlreichen politisch einst stabilen Demokratien in ein launisches Wesen verwandelt. Heute setzt er sein Kreuz dort, morgen gewährt er einer anderen Partei seine Stimme, wenn er seine über die Jahre gewachsene Abscheu vor dem Politikbetrieb denn so weit überwindet, dass er überhaupt wählen geht. Die so gut wie lebenslange Loyalität zu einem Lager oder einer Partei scheint jedenfalls schneller abzuschmelzen als die Gletscher der Alpen. Wähler für einen Kandidaten einzunehmen und von einem Programm zu überzeugen, gewinnt dadurch bei jeder einzelnen Wahl besondere Bedeutung. Nur wie? Wahlplakate? Wahlwerbespots? Sehr lustig. Aber was ist eigentlich mit Künstlicher Intelligenz? Wie Wissenschaftler in zwei aktuellen Studien in den Fachjournalen Nature und Science berichten, entfalten gezielte Chats mit Large Language Models (LLM) wie etwa Chat-GPT verblüffend starke Überzeugungskraft auf Wähler.

Wähler lassen sich immer häufiger nicht von ihren Sympathien, sondern von ihren Antipathien treiben. Und das treibt die Polarisierung an. Wer sich gar keinem Lager zugehörig fühlt, verachtet zunehmend alle Seiten des politischen Betriebs.

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