SZ 28.12.2025
15:16 Uhr

Japan: Das Land der untergehenden Arbeitnehmerrechte


Japans rechter Mainstream meint, das Land habe ein Ausländer-Problem. Ein Arbeitsrechtler hält dagegen und prangert die schlimmen Bedingungen für Gastarbeiter an.

Japan: Das Land der untergehenden Arbeitnehmerrechte
Vietnamesische Arbeiterinnen wie hier in einer Fischfabrik in Hokkaido, arbeiten in Japan oft unter schlimmen Bedingungen. (Foto: Naoki Haranaka/AP)

Manchmal macht Yoshihisa Saito von der Kobe-Universität den Fehler, in die Internet-Kommentare zu seiner Arbeit zu schauen. Dann sieht er die Beschimpfungen anonymer Leute. „Für die bin ich ein linksextremer Japan-Gegner“, sagt der Arbeitsrechtler Saito, 55. Er lächelt nachsichtig, weil das natürlich nicht stimmt. Es ist nur so, dass seine Forschung dem Weltbild des rechten Mainstreams widerspricht. Japan habe ein Ausländer-Problem – das war doch zuletzt die große Klage im Inselstaat, die im Herbst auch die Hardlinerin Sanae Takaichi ins Amt der Premierministerin brachte. Saito hingegen hat sich mit den Bedingungen beschäftigt, unter denen vietnamesische Menschen in Japan arbeiten müssen. Ergebnis, grob gesagt: Das Problem so mancher Ausländer heißt Japan.

In der Präfektur Osaka kamen am Dienstag Tausende Menschen zusammen, um sich eine glückliche Zukunft zu erlachen. Der Brauch hat einen mythologischen Ursprung.

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