SZ 01.02.2026
16:20 Uhr

Iran: Nach dem Massaker


Es hat sich gezeigt, dass die Theokratie in Iran offenbar nicht auf der Straße zu besiegen ist. Die Islamische Republik muss zum globalen Paria werden. Die Welt muss handeln.

Iran: Nach dem Massaker
Proteste im Iran: „Videos und Bilder, die nach außen dringen, zeigen, wie Milizionäre auf leblose Körper eintreten. Sie zeigen, wie Leichensäcke in großen Hallen aufeinandergetürmt sind. Sie zeigen Männer, die auf einem Berg von Leichen stehen.“ (Foto: SOCIAL MEDIA/via REUTERS)

Ist Iran schon wieder vergessen? Hat überhaupt jemand mitbekommen, was geschehen ist? Ist es mit der internationalen Solidarität nun endgültig vorbei? Oder ist die Zeitspanne der Aufmerksamkeit in der westlichen Öffentlichkeit inzwischen so kurz, dass die zwei Toten von Minneapolis fast schon zwangsläufig alle anderen Opfer verdrängen? Selbst die Ukraine ist kaum noch ein Thema, Gaza schon gar nicht, obwohl die Lage weiterhin erschütternd ist. Vom Sudan, der größten humanitären Katastrophe der Gegenwart, war ohnehin kaum je die Rede. Afghanistan? War da etwas mit den Frauen? Auch in Iran zementiert das globale Desinteresse den Status quo.

„Sie ‌verhaften jeden“, sagt ein Aktivist. Auch Anwälte und Ärzte schildern ein rigoroses Vorgehen ‍der Behörden. Die Staatsführung versucht offenbar, ein Aufflammen neuer Proteste zu verhindern.

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